Königs wechselt von Rostock zurück nach Münster

Kurz vor dem Pflichtspiel-Auftakt im neuen Jahr bei Schlusslicht Carl Zeiss Jena (Samstag, 14 Uhr) hat sich der SC Preußen Münster nochmal verstärkt. Von Liga-Konkurrent Hansa Rostock zieht es Marco Königs zurück an die Hammer Straße. Am Donnerstag unterschrieb der 29-Jährige einen Vertrag bis zum Saisonende.

"Bin überglücklich"

57 Mal stand Königs zwischen 2011 und 2013 für die Adlerträger auf dem Platz und erzielte zwölf Tore, ehe es ihn über Wiesbaden, Regensburg, Fortuna Köln und Würzburg nach Rostock zog. Nun ist der Angreifer nach sechseinhalb Jahren zurück beim SCP. "Ich bin überglücklich, dass das jetzt so schnell geklappt hat. Ich musste nicht eine Sekunde überlegen, ob ich das machen will", betont Königs, spricht von einem "großen Ziel" und einer "große Herausforderung". Gemeint ist der Kampf gegen den Abstieg. Mit Simon Scherder und Max Schulze Niehues trift Königs gleich zwei ehemalige Münsterer Teamkollegen wieder. "Das macht die Eingewöhnung noch einfacher."

Beim SC Preußen ersetzt Königs den in die USA abgewanderten Rufat Dadashov. "Marco ist ein sehr zweit- und drittligaerfahrener Spieler, der viel für die Mannschaft arbeitet und sich sofort für die Rückkehr nach Münster begeistern konnte", freut sich Sport-Geschäftsführer Malte Metzelder über den Rückkehrer. Königs bringt die Erfahrung von 173 Drittliga-Spielen (37 Tore, 19 Vorlagen) sowie 28 Partien in der 2. Liga (für Würzburg) mit und ist nach Jan Löhmannsröben und Oliver Steurer der dritte und wohl letzte Winter-Neuzugang der Preußen.

Zuletzt nur zweite Wahl in Rostock

In Münster will der 29-Jährige nun wieder häufiger spielen, als das zuletzt bei Hansa Rostock der Fall war. 2018 aus Würzburg gekommen, war Königs zunächst gesetzt und verbuchte in 22 Partien vier Tore und drei Vorlagen, ehe er sich vor knapp einem Jahr erst den Mittelfuß brach und im Anschluss eine Sehnenentzündung erlitt – damit war die Saison für Königs gelaufen. Im abgelaufenen Halbjahr waren Königs' Dienste kaum noch gefragt: Lediglich neunmal stand er auf dem Platz – ein Tor gelang ihm dabei nicht. "Dass er den Wunsch geäußert hat, den Vertrag bei uns vorzeitig aufzulösen, um in Münster die Chance zu ergreifen, wieder regelmäßig spielen zu können, ist aus sportlicher Sicht nachvollziehbar", sagt Rostocks Sportvorstand Martin Pieckenhagen.

Königs sei ein "absoluten Teamplayer", der sich trotz verletzungsbedingter Rückschläge und der zuletzt für ihn nicht zufriedenstellenden Einsatzzeiten, "nie hängen lassen hat und sehr professionell mit der Situation umgegangen ist", lobt Pieckenhagen. Insgesamt bestritt Königs 39 Partien für Hansa (elf Tore, fünf Vorlagen). Mit der Verpflichtung von Daniel Hanslik (bis zum Saisonende von Holstein Kiel ausgeliehen) hat Hansa am Mittwoch auf den Abgang des Angreifers bereits reagiert.

   
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