Knaller zum Auftakt: Karlsruhe trifft auf Osnabrück

Mit der Begegnung des Karlsruher SC gegen den VfL Osnabrück startet die 3. Liga am Freitagabend (20.30 Uhr) in ihre zehnte Saison. Während der KSC als Top-Favorit um den Aufstieg gehandelt wird, möchte der VfL in seiner siebten Drittliga-Spielzeit einfach nur eine gute Rolle spielen, hadert vor dem ersten Spiel aber mit leichten Personalproblemen. 

Karlsruher SC: Große Euphorie vor dem Saisonstart

Die Euphorie in und um Karlsruhe ist vor der anstehenden Saison trotz Zweitliga-Abstiegs wirklich groß: 2.500 Zuschauer wohnten Mitte Juni dem Trainingsauftakt bei, rund 20.000 kamen gar am vergangenen Wochenende zum Familientag in den Wildpark. Und auch zum Saisonauftakt gegen Osnabrück werden nicht viel weniger Zuschauer erwartet, immerhin waren zwei Tage vor dem Spiel schon 9.000 Tickets verkauft, darunter fast 6.000 Dauerkarten.

"Es war keine ganz einfache Zeit nach Mai, aber wenn der Wind auch mal von vorne kam bin ich froh, dass wir alle zusammengestanden haben und diese riesige Euphorie entfacht wurde", blickt KSC-Präsident Ingo Wellenreuther auf der abschließenden Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Osnabrück auf die vergangenen Wochen zurück. Herausfordernd war dabei insbesondere die Kaderzusammenstellung, ganze 20 Spieler wurden für den neuen Profikader geholt. "Am Freitag muss jetzt die Katze aus dem Sack", sagt Meister, "so lese ich die Spieler, so agieren sie auch auf dem Platz und mit dem Spannungsbogen von viereinhalb Wochen haben wir schon eine große Vorfreude auf Freitag."

Ein wenig die Vorfreude zu bremsen versucht der neue Kapitän Kai Bülow, schließlich weiß der 31-Jährige aus seiner Zeit bei 1860 München noch ganz genau, dass zu hohe Erwartungen auch nach hinten losgehen können. "Wir geben natürlich immer unser bestes, das ist keine Frage. Aber wir bitten darum, auch wenn es zum Anfang sehr gut laufen und viele Punkte reinkommen sollten, nicht zu euphorisch zu werden. Wir haben 38 Spiele, das ist eine sehr lange Zeit und wir wollen dann am Ende ganz oben sein."

VfL Osnabrück: Leichte Personalsorgen

Die Testspielbilanz des VfL Osnabrück in der Sommervorbereitung spricht nicht gerade für die Niedersachsen. Drei Siegen stehen vier Niederlagen gegenüber, zudem fallen mit Halil Savran, Kim Falkenberg und Leon Tigges drei Spieler sicher aus. Hinter den Einsätzen von Konstantin Engel und Alexander Dercho stehen außerdem noch Fragezeichen. Dass es zum ersten Spiel direkt zum Top-Favoriten aus Karlsruhe geht, ist zumindest für VfL-Keeper Marius Gersbeck, der nach seiner Meniskus-OP wieder fit ist, dennoch kein Problem: "Ist mir egal, das wird ein geiles Spiel in einem tollen Stadion."

Zwei Mal trafen die beiden Vereine bisher in der 3. Liga aufeinander, nach einem 1:1 beim KSC setzte es für Osnabrück im Rückspiel der Saison 2012/2013 schließlich eine 2:3-Niederlage an der heimischen Bremer Brücke. VfL-Trainer Joe Enochs hätte aber nichts dagegen, wenn seine Mannschaft nun erstmals auch mehr als ein Unentschieden gegen Karlsruhe holen sollte und hat keine Lust, direkt in die Außenseiterrolle gedrängt zu werden: "Der KSC ist unglaublich gut besetzt und ist auch auf allen Positionen extrem stark besetzt. Für uns geht es aber trotzdem um drei Punkte."

 
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