"Kleiner Insider": Guder lässt die Muskeln spielen

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Es war das "Top-Spiel" der Rückrundenteams, denn mit dem SV Meppen und dem SV Wehen Wiesbaden standen sich die zwei besten Mannschaften der letzten Wochen gegenüber – heraus kam ein leistungsgerechtes 1:1-Remis. Ausgerechnet ein norddeutscher Ex-Wiesbadener machte die Emsländer froh.

Insider-Jubel von Guder

Beim VfL Maschen zwischen Seevetal und Hittfeld bei Hamburg lernte René Guder das Kicken, ehe ihn sein Weg über die U19 des Hamburger SV, Holstein Kiel und den SC Weiche Flensburg über die Grenzen Norddeutschlands hinaus führte. Beim SV Wehen Wiesbaden erhielt der Stürmer, der mit den Flensburgern in der Aufstiegs-Relegation scheiterte, die Chance in zehn Drittliga-Partien – ein Treffer gelang dem 24-Jährigen aber nicht für, sondern nur gegen die hessischen Kollegen.

"Ich bin positiv mit dem Verein auseinander gegangen, aber ist natürlich trotzdem ein komisches Gefühl", sagte Guder am Mikrofon der "Telekom", nachdem er dem SV Meppen (nach nur einem halben Jahr in Wiesbaden) einen Punkt mit seinem Treffer zum 1:1-Endstand gegen die ehemaligen Mitspieler sicherte. Im Gegensatz zu vielen Profis, die bei Toren gegen ihre Ex-Klubs auf Jubel verzichteten, zeigte Guder demonstrativ den Bizeps – aber nur aus Spaß: "Das war ein kleiner Insider für die Wiesbadener Jungs. Ich hab da viele Freunde gefunden und der Torjubel war für sie."

"Nicht mit offenem Visier spielen"

Den Ernst der Lage erkannte der SVM auf dem Platz, die Emsländer kassierten bereits in der Anfangsphase den 0:1-Gegentreffer durch Daniel Kofi Kyereh. "Wir sind natürlich blöd in den Rückstand gelaufen, aber dann hatten wir auch gute Möglichkeiten. Ich hatte noch zwei Dinger vor meinem Treffer, aber dann machen wir das 1:1", blickte Guder auf seine Situationen im Spiel zurück. Mit einem Lupfer aus rund 16 Metern verwandelte der gebürtige Hamburger. Auch Trainer Christian Neidhart war mit Leistung und Ergebnis seiner Mannschaft zufrieden. "Es gab mal Chancen auf der einen Seite, mal Chancen auf der anderen Seite", stellte der Coach die Ausgeglichenheit der Partie heraus.

Dass seine Mannschaft unter Abwägung der gegnerischen Qualität nicht zu sehr ins Risiko ging, unterstützte der 50-Jährige voll und ganz: "Du kannst gegen Wiesbaden nicht mit offenem Visier spielen. Da das Risiko zu gehen, hat immer einen faden Beigeschmack." Gleichwohl hatte der SVM die offensiv beste Mannschaft der Liga stark abgemeldet. Damit kann die Reise zur zweitbesten Offensive der Liga, nämlich die kommende Auswärtspartie bei der SpVgg Unterhaching, wohl kommen. Fehlen werden mit Steffen Puttkammer, Hassan Amin und Nico Granatowski gleich drei Spieler, die sich die fünfte gelbe Karte gegen den SVWW abgeholt hatten.

   

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