Kickers Offenbach: Der neue "Bieberer Berg" ist fertiggestellt

Seit Februar 2011 wurde der altehrwürdige "Bieberer Berg" stückweise abgerissen – damit die Kickers Offenbach auch zukünftig ihre Profifußball-Spiele im eigenen Stadion durchführen können. Denn die neuen Sicherheitsvorschriften des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hätte der "alte" Bieberer Berg nicht erfüllen können, was zur Folge gehabt hätte, dass der OFC in ein Nachbarstadion hätte umziehen müssen. Seit wenigen Tagen ist das neue Stadion der Offenbacher aber nun fertiggestellt, das neue "Sparda-Bank-Hessen-Stadion" fasst 20.500 Zuschauer, das Projekt kostete insgesamt 25 Millionen Euro.

Grundstein für erfolgreiche Zukunft

Nach dem Neubau des "Wohnzimmers" des Offenbacher FC, ist das "Sparda-Bank-Hessen-Stadion" nun eines der modernsten Stadien unterhalb der 1. Bundesliga. Die neue Arena soll der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft sein, denn die Rückkehr in die 2. Bundesliga ist das mittelfristige Ziel der Kickers Offenbach. "Wenn es uns gelingt in die zweite Liga zurückzukehren, dann haben wir einen großen Wettbewerbsvorteil. Denn dann wird kein Verein – Stand heute – mit so einem Stadion, mit so einem günstigen Kosten-Nutzen-Verhältnis agieren. Spätestens dann haben wir einen Wettbewerbsvorteil, im alten Stadion hatten wir dagegen einen Wettbewerbsnachteil", kommentierte Thomas Kalt, Geschäftsführer der OFC Profisport GmbH, den Neubau gegenüber "Stadionwelt". Fast die Hälfte der insgesamt 20.500 Plätze des "Sparda-Bank-Hessen-Stadions" besteht aus Stehplätzen, was eines der vielen Wünsche der OFC-Fans war. Eine der Gegengeraden besteht komplett aus Stehplätzen. Was die Fans der Kickers ebenso freuen wird, ist die Tatsache, dass Namensgeber Sparda-Bank Hessen eG sich für den Erhalt der alten Flutlichtmasten einsetzt. Die Restaurierung eines Masts beläuft sich auf 130.000 Euro, die Sparda-Bank könnte, neben den bereits fünf Millionen Euro, die sie in das neue Stadion investiert haben, mit zusätzlichen 50.000 Euro eine Finanz-Spritze geben. Neben der Sparda-Bank Hessen eG haben der hessische Landesausgleichsstock (zehn Millionen Euro), die Stadt Offenbach (fünf Millionen Euro) und die Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (fünf Millionen Euro) zur Finanzierung des neuen Stadions beigetragen, welches insgesamt 25 Millionen Euro gekostet hat.

OFC-Fanshop im Stadion untergebracht

Als Hauptmieter des "Sparda-Bank-Hessen-Stadions" werden die Kickers Offenbach ebenfalls zur Refinanzierung der Arena beitragen. Neben den Heimspielen des OFC, die im Stadion ausgetragen werden, hat die neue Arena einen verhältnismäßig großen Business-Bereich bekommen (1.200 Quadratmeter). Durch eine Art "Schublade", die aus der Stadionfassade herausbricht, kann diese außergewöhnlich große Fläche erreicht werden. Eine Photovoltaik-Anlage, die derzeit auf der Nord- und Südtribüne installiert wird, könnte rechnerisch den gesamten Stadion-Komplex mit umweltfreundlichen Strom versorgen. Am Stadion ist zudem die OFC-Geschäftsstelle, der OFC-Fanshop, eine Filiale der Sparda-Bank und ein Friseur und Kosmetikstudio untergebracht worden. Peter Walther, Geschäftsführer der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH und der Stadiongesellschaft Bieberer Berg, sagte gegenüber "Stadionwelt": "Das Sparda-Bank-Hessen-Stadion ist exakt im Zeit- und Kostenrahmen fertig gestellt worden und ich kann voller Stolz sagen, all die Mühe und der Aufwand haben sich gelohnt."

Das erste Liga-Heimspiel im neuen "Sparda-Bank-Hessen-Stadion" werden die Kickers Offenbach voraussichtlich am 28. Juli 2012 gegen den VfB Stuttgart II austragen.

   

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