"Keine Basis für die 3. Liga": Reisinger schlägt Alarm

Nach dem zwischenzeitlichen Aufschwung mit zehn Punkten aus vier Spielen zeigt der Trend beim KFC Uerdingen nach zwei Niederlagen in Folge wieder nach unten. Teamchef Stefan Reisinger schlug im Anschluss an die 0:3-Pleite gegen den 1. FC Kaiserslautern Alarm.

Körperliche Defizite

"Wir haben verdient verloren". Im Interview mit "Magenta Sport" versuchte Reisinger erst gar nicht, die Pleite schönzureden oder nach Ausreden zu suchen. Ohne Umschweife legte der Teamchef der Uerdinger den Finger direkt in die Wunde: "Was Zweikämpfe, Umschalten, Defensivverhalten und Durchsetzen angeht, war das über 90 Minuten zu wenig." Eine Erklärung dafür lieferte Reisinger direkt mit: "Du hast heute gemerkt, dass der eine oder andere die vier Tage Regeneration nicht gut weggesteckt hat." Der 38-Jährige ging sogar noch einen Schritt weiter und machte deutlich: "Im körperlichen Bereich haben wir keine Basis, um in der 3. Liga bestehen zu können – das muss man so sagen." Klare Worte des KFC-Teamchefs, die auch in Richtung Ex-Trainer Heiko Vogel gingen. Schließlich werden die körperlichen Grundlagen während der Saison-Vorbereitung im Sommer gelegt. Einen Punkt, den der entlassene Coach offenbar vernachlässigt hatte. Die Auswirkungen sind nun zu spüren.

Jetzt liegt es an Reisinger, daran zu arbeiten: "Wir müssen das analysieren und ansprechen", kündigte der 38-Jährige an. Geklärt werden muss etwa, wie es passieren konnte, dass sich der KFC vor dem 0:2 nach einer eigenen Ecke auskontern ließ. Ohnehin ließen die Krefelder gegen den FCK jegliche Aggressivität vermissen und hatten auch im Umschaltverhalten so manche Defizite – wie etwa das 0:3 zeigte, als die komplette Hintermannschaft mit einem langen Ball ausgehebelt wurde.

Konrad kündigt Redebedarf an

Cheftrainer Daniel Steuernagel sprach derweil von einem "sehr bitteren Nachmittag" und bekannte: "Wir haben uns das natürlich ganz anders vorgestellt." Dass der KFC verdient verloren habe, daran ließ auch der Chefcoach keine Zweifel: "Wir waren nicht griffig genug und müssen aggressiver gegen den Ball arbeiten." Denn auch im Spiel nach vorne blieb Uerdingen vor allem im zweiten Durchgang bis auf einen Schuss von Boere weitgehend harmlos. "Das war nicht das Gesicht, was wir in den letzten Wochen gezeigt haben. Da gibt es sicherlich Redebedarf", äußerte sich Manuel Konrad im "RevierSport". Die schlechten Trainingsbedingungen – der Rasenplatz in der Grotenburg war unter der Woche aufgrund von Regenfällen nicht bespielbar – wollte der 31-Jährige aber nicht als Ausrede gelten lassen: "Das ist bekannt und war letztes Jahr schon so."

Während der KFC Uerdingen vor den letzten beiden Spielen bereits vorsichtig nach oben schielte, geht der Blick nun wieder nach unten: Als 13. der Tabelle trennen den KFC nur noch vier Punkte von den Abstiegsplätzen. Auf die Spieler dürfte nun eine intensive Länderspielpause warten, ehe es am 23. November mit einem Auswärtsspiel bei den Würzburger Kickers weitergeht. Adam Matuschyk wird aufgrund der gelb-roten Karte dann gesperrt fehlen.

 

   
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