Kehrtwende: Sercan Sararer verlängert bei Türkgücü bis 2024

Eigentlich schienen die Zeichen bei Sercan Sararer und Türkgücü München auf Trennung zu stehen, nun verlängerte der 31-Jährige langfristig bis 2024.

"Gemeinsamen Nenner gefunden"

Dass Sararer bleibt, ist eine Überraschung. Noch Ende April hatte sein Berater erklärt, dass der Offensivspieler in der kommenden Saison nicht mehr für die Münchner spielen werde. Der Grund: Türkgücü hatte den auslaufenden Vertrag mit dem 31-Jährigen zuvor per einseitiger Option verlängert, womit sich Sararer nicht einverstanden zeigte. Die Folge war ein Rechtsstreit, der eine Verhandlung vor dem Arbeitsgericht nach sich zog. Eine Einigung konnte beim ersten Termin am 11. Juni allerdings nicht erzielt werden: Während Sararers Anwalt eine Ablöse in Höhe von 10.000 Euro angeboten haben soll, forderte der Klub dem Vernehmen nach 300.000 Euro. Doch anstelle über die Höhe der Ablösesumme zu feilschen, verständigten sich Spieler und Verein nun auf eine weitere Zusammenarbeit.

"Wir haben mit Sercan und seinem Berater sehr intensive und konstruktive Gespräche geführt, dabei haben sich beide Parteien angenähert und einen gemeinsamen Nenner gefunden", so Geschäftsführer Max Kothny. "Sercan möchte in München bleiben und wir wollten einen Spieler mit seinen Fähigkeiten natürlich langfristig an den Klub binden." Dass die Vertragsverlängerung geklappt hat, sei "ein großartiges Zeichen für den Verein", so Kothny.

Sararer freut sich "riesig"

Mit zehn Toren und zwölf Vorlagen in 29 Spielen war Sararer in der zurückliegenden Spielzeit der Top-Scorer des Aufsteigers. Entsprechend groß ist die Freude, dass der gebürtige Nürnberger bleibt. "Es ist fantastisch, dass wir uns mit Sercan einigen konnten. Wer ihn in der vergangenen Saison spielen gesehen hat, weiß, was für ein Unterschiedsspieler er ist und wie wichtig er für Türkgücü München sein kann", so Kaderplaner Roman Plesche. "Mit ihm bleibt uns einer der besten Spieler der 3. Liga und ein elementarer Baustein für unseren Kader für die kommenden Jahre erhalten."

Auch Sararer freut sich "riesig, dass ich meinen Vertrag um drei weitere Jahre verlängert habe". Er könne es "kaum erwarten, mit Türkgücü und unserer überragenden Mannschaft in die neue Saison zu starten", so der 31-Jähgrige, der auch bei Dynamo Dresden auf dem Zettel stand. "Ich möchte mich bei Roman Plesche, Max Kothny und besonders bei unserem Präsidenten Hasan Kivran bedanken und freue mich auf die kommenden Aufgaben." Am Sonntagnachmittag geht es für Türkgücü im Landespokal-Finale gegen den FV Illertissen um den Einzug in den DFB-Pokal. Bei einem Sieg wären die Münchner erstmals in ihrer Vereinsgeschichte im lukrativen Pokal vertreten.

   
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  • Guest0812

    drecks türkenverein hat in der 3. liga nichts zu suchen. lizenz entziehen!

    • DM von 1907

      Es ist eher so, dass solche Hasskommentare hier nichts zu suchen haben. Sich kritisch mit dem Projekt Türkgücü auseinanderzusetzen, geht jedenfalls ganz anders – siehe die Beiträge unten.

  • Falk Schmiedeknecht

    Liest sich, als hätte man ihm ein Angebot unterbreitet, dass er unmöglich ablehnen konnte (🎶Morricone-Tunes🎶).😎🚬

  • Schokofan

    Wenn sie in dieser Saison nicht aufsteigen dann zreisst den Verein ohnehin. Kievran geht dieses mal zu 100% all In .
    Nur ob das funktioniert wenn man jede Saison die komplette Mannschaft tauscht wage ich doch sehr zu bezweifeln. Bei denen kann nie was wachsen und gedeihen wenn jedes Jahr die komplette Mannschaft ausgetauscht wird. Viele Einzelspieler ergeben noch lange kein Team. Und zu viele Spieler in einem Kader die nicht spielen werden , steigern die Unzufriedenheit was wiederum einen negative Spirale erzeugen kann.

    • muschaka

      Exakt, dass das Prinzip nicht funktioniert, hat Uerdingen ja schon eindrucksvoll bewiesen. Auch in dieser Transferperiode wirkt es wieder so, als hätte man mehr daruf geachtet namhafte Spieler zu verpflichten. Wenn man mal die Aufsteiger der letzten Jahre betrachtet, fällt einem auf, dass das sehr oft keine Star-Ensembles waren. Osnabrück, Karlsruhe, Paderborn, Würzburg und Rostock waren alles Mannschaften, die als ein Team aufgestiegen sind. Auch wenn 1860 nicht aufgestiegen ist, sind sie ebenfalls ein gutes Beispiel, dass man nicht lauter Stars braucht um oben mitzuspielen. Dagegen tun sich Mannschaften mit vielen namhaften Spielern eher schwer. Ingolstadt brauchte 3 Anläufe und selbst letzte Saison war das alles andere als souverän. Dresden hätte mit dem Team auch viel deutlicher aufsteigen müssen.

      Türkgücü fehlt die Konstanz. Sobald es nicht läuft, wird der Trainer gewechselt. Der neue muss dann mit dem Spielermaterial klar kommen. Wahrscheinlich wird Ruman nach 10 Spieltagen schon nicht mehr auf der Bank sitzen, weil man nur auf Platz 6 steht und dann geht das Chaos wieder von vorne los.

      Das Sararer nun doch verlängert hat, wundert mich irgendwie nicht. Die anderen Mannschaften sind ja auch nicht blöd und werden gesehen haben, wie er sich verhält, wenn es nicht nach seiner Nase geht. Weil er kein Bochk mehr hatte, fehlte er der Mannschaft am Ende der Saison. Welcher Club setzt sich denn diesem Risko aus auch wenn Sararer sicher seine Qualitäten hat. Dazu kommt das Alter. Ich vermute mal, dass er weniger Angebote vorliegen hatte als gedacht. Und da Türkgücü ihn unbedingt halten wollte, konnte er sicher noch einen besseren Vertrag aushandeln.

      • DM von 1907

        Ich glaube, ausschlaggebend war vor allem die Vertragsdauer. Ältere Spieler wollen immer gerne langfristige Verträge – und bekommen sie oft nicht. Ein Dreijahresvertrag für einen 31-jährigen Stürmer ist schon eine Hausnummer.

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