"Kann es nicht verstehen": Lettieri hadert mit MSV-Auftritt

Zum Auftakt in das neue Fußballjahr musste der MSV Duisburg am Sonntag eine 1:2-Pleite in Ingolstadt hinnehmen. Trainer Gino Lettieri bemängelte insbesondere die fehlende Aggressivität seiner Mannschaft. Diese rutschte vorerst wieder auf den letzten Tabellenrang ab.

MSV auf der Suche nach dem Selbstvertrauen

Viel besser kann man eigentlich nicht in ein Auswärtsspiel bei einer Spitzenmannschaft der Liga starten: Kaum lief das Duell zwischen Ingolstadt und Duisburg, da nutzte MSV-Angreifer Engin auch schon einen Fehler in der FCI-Defensive und schob zum 1:0 ein (4.). Die Zebras waren früh auf Kurs, der Aufwärtstrend aus den letzten Spielen vor Weihnachten schien sich zu bestätigen. Doch die Gäste konnten den Schwung aus den Anfangsminuten nicht nutzen. Im Gegenteil: Die Lettieri-Elf wirkte verunsichert und der geneigte Zuschauer musste sich fragen, was die Mannschaft denn neben einem frühen Tor noch brauchte, um einen selbstbewussten Auftritt hinzulegen. "Das ist auch die Frage, die ich der Mannschaft in der Halbzeitpause gestellt habe", berichtete Gino Lettieri nach Spielende am "Telekom"-Mikrofon.

"Ich kann es nicht verstehen", so der Cheftrainer weiter. "Wir gehen 1:0 in Führung und dann werden wir total passiv." Tatsächlich spielten minutenlang nur die Hausherren. Als sich nach einem langen Ball dann auch noch MSV-Keeper Weinkauf und Abwehrmann Bitter gegenseitig über den Haufen rannten, war es soweit: Eckert Ayensa durfte zum Ausgleich einschieben (16.). Der FCI drängte die Meidericher weiter in die eigene Hälfte und schlug wenig später in Person von Keller erneut zu (28.). Duisburg schaffte es erst in Durchgang zwei wieder, das Spiel ausgeglichener zu gestalten. Da jedoch auch die zaghafte Schlussoffensive erfolglos blieb, musste der Trainer die dritte Niederlage unter seiner Leitung erklären.

Lettieris Forderung: "Enger, schneller, zielstrebiger"

Besonders bitter stieß Gino Lettieri die Leistung aus dem ersten Durchgang auf. Der Grund: "Wenn wir diese Aggressivität wie in der zweiten Halbzeit schon in der ersten Halbzeit gebracht hätten, dann wären wir heute wahrscheinlich als Sieger vom Platz gegangen." Stattdessen standen die Duisburger mit leeren Händen da – erstmals nach drei Spielen ohne Pleite. Zu allem Überfluss rutschte der MSV mit der Pleite wieder dorthin ab, wo er eigentlich nie wieder hinwollte: an das Tabellenende.

Weiter zuspitzen könnte sich die Lage schon unter der Woche, wenn die direkte Konkurrenz aus Magdeburg zum Nachholspiel gegen Saarbrücken antritt. Die Duisburger haben eine Partie mehr auf dem Konto als die Elbestädter und müssen bis zum kommenden Sonntag warten, ehe sie im Heimspiel gegen Meppen selbst wieder etwas ausrichten können. Klar ist hingegen schon jetzt, "dass wir da viel enger, viel schneller, viel zielstrebiger arbeiten müssen".

 
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