Kampf um die 3. Liga: Weitere Entscheidungen am Samstag?

Mit dem Chemnitzer FC und dem SV Waldhof Mannheim stehen bereits zwei der vier Aufsteiger in die 3. Liga vorzeitig fest. In der Regionalliga Bayern konnte sicher derweil der FC Bayern München II für die Aufstiegsspiele qualifizieren. Spannend bleibt es im Norden und im Westen, wo vier Mannschaften noch um anderthalb Plätze kämpfen.

Im Norden zeigt Lübeck Nerven

31 Spiele sind in der Regionalliga Nord gespielt, lange Zeit sah die U23-Mannschaft des VfL Wolfsburg wie der sichere Qualifikant für die Aufstiegsspiele in die 3. Liga fest. Doch ein Team folgte den jungen Wölfen wie ein Schatten durch die Saison und wurde auf der Zielgeraden noch einmal richtig gefährlich: der VfB Lübeck. Seit dem 9. Spieltag rangierten die Lübecker fast immer hinter der Zweitvertretung aus der Bundesliga, mal näher, mal weiter weg. Dann wurde es aber richtig heiß, als sich der VfL Ende März eine kurze Verschnaufpause gönnte: Zwei Niederlagen und ein Unentschieden reichten aus, um den Aufstiegskampf ganz eng zu machen.

Denn Lübeck war da, als sie gefordert waren – mit einem Nachholspiel im Rücken pirschte sich das Team von Rolf Martin Landerl an die jungen Wölfe heran und befand sich bereits auf Schlagdistanz, als die Mannschaft aus Schleswig-Holstein Nerven zeigte. Zweimal traf ein 1:1-Unentschieden (gegen Hannover II und Drochtersen/Assel) die Lübecker ins Mark, nun klafft zwischen den beiden Aufstiegs-Konkurrenten eine Lücke von fünf Punkten – bei noch drei ausstehenden Spielen. Bei einem weiteren Ausrutscher der Lübecker könnten die Wolfsburger schon am Samstag die Meisterschaft perfekt machen und müssten sich dann in der Relegation um den Aufstieg mit Bayern München II messen.

Köln hält Oberhausen auf Distanz

Zum Verwechseln ähnlich sah die Situation lange Zeit in der Regionalliga West aus. Der FC Viktoria Köln dominierte die Liga zwischenzeitlich nach Belieben, hatte angesichts von neun Punkten Vorsprung vor der Konkurrenz im Frühjahr noch wenig zu befürchten. Doch die Kölner strauchelten und – fast schon unerwartet – kam Rot-Weiß Oberhausen zu seiner Chance. Der Verein des extrovertierten Präsidenten Hajo Sommers kämpfte sich heran und hoffte, als die Viktoria vor vier Wochen gegen die Reservemannschaft vom 1. FC Köln mit 1:2 unterlag.

Doch RWO zeigte ebenfalls Nerven, als es gegen den Stadtrivalen der Kölner ging – aus dem Nichts fuhren die Oberhausener eine unerklärliche 1:6-Niederlage ein, es war erst die zweite Rückrunden-Niederlage für das Team von Ex-Profi Mike Terranova. Nach 31 Spieltagen liegen nun vier Punkte zwischen den führenden Kölnern und Oberhausen, die einzige Hoffnung für RWO ist wohl das anstehende Match der Viktoria gegen Rot-Weiß Essen. Sollte die Elf vom Niederrhein jedoch noch einmal patzen, wäre der Kölner Aufstieg bei einem eigenen Sieg perfekt – und der direkte Weg in die 3. Liga wäre frei.

   
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