Rieß oder Lord? Ende hält Torwart-Entscheidung noch geheim
Nach drei Niederlagen in den ersten drei Pflichtspielen der neuen Saison steht Fortuna Düsseldorf im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II am Freitag unter Druck. Das gilt auch für Trainer Alexander Ende, der im Vorfeld der Partie offen ließ, welcher Torhüter zwischen den Pfosten stehen wird.
Erhält Lord den Vorzug?
Lasse Rieß oder Louis Lord? Die Torhüterfrage ist beim Zweitliga-Absteiger derzeit die spannendste Personalie. Nachdem Rieß in den ersten beiden Partien das Vertrauen geschenkt bekam, dabei aber nicht immer souverän wirkte, konnte Lord im Pokalspiel gegen den SC Freiburg überzeugen und mit starken Paraden eine noch höhere Niederlage verhindern. Rückt der Neuzugang aus Aue nun auch in der Liga zwischen die Pfosten? Die Entscheidung ist intern bereits gefallen, wie Ende bei der Spieltags-Pressekonferenz am Mittwoch erklärte: "Die Jungs wissen Bescheid." Alle anderen sollen es erst am Freitag erfahren. Ende sprach von einer "Grundsatzsache", die Aufstellung im Vorfeld nicht zu verraten – auch, um den Gegner möglichst lange im Unklaren zu lassen.
Vieles spricht aber dafür, dass Lord den Vorzug erhalten wird, zumal Ende den Konkurrenzkampf nach der Pokalpartie nochmal befeuert hatte: "Es gibt keine Nummer eins, die auf Teufel komm raus die Nummer eins ist. Im Tor kann sich jemand genauso gut an einem anderen vorbeikämpfen wie auf jeder anderen Position." Lord selbst gab sich gegenüber der "Rheinischen Post" indes bescheiden: "Ansprüche zu stellen, ist nicht das Richtige. Ich bringe im Training meine Leistung und versuche, der Mannschaft damit zu helfen. Mein Job ist, das Team auf eine Weise hochzuhieven, dass die Leistung besser wird als in den vergangenen beiden Partien."
Hendrix erneut rot-gesperrt
Das ist auch das erklärte Ziel für Freitag. "Wir müssen ergebnismäßig die richtige Richtung einschlagen", sagte Ende und will einen "viel besseren" Auftritt sehen als gegen Mannheim und Hoffenheim II. Die Leistung gegen Freiburg war bereits der erste Schritt auf diesem Weg. Wie Ende betonte, könne man aus der Partie einige Dinge rausziehen, "die sehr wertvoll für Freitag sein werden". Dazu zählte die verbesserte Defensivleistung. Erst in der Schlussphase, als die Fortuna nochmal das Risiko erhöhte, ging es mit vier Gegentreffern binnen 25 Minuten dahin.
Mit dem VfB komme nun eine "laufstarke und individuell starke Mannschaft" auf die Fortuna zu. Dass Kapitän Jorrit Hendrix wie schon am 1. Spieltag rot-gesperrt fehlen wird, macht die Aufgabe zwar nicht leichter, doch Ende zufolge würden "etliche Optionen mit unterschiedlichsten Facetten" als Ersatz bereitstehen. Zumal neben Hendrix nur noch Felix Meiser (Muskelverletzung) und Hamza Anhari (Oberschenkelverletzung) ausfallen werden. Gelingt der Fortuna die Wende? 25.000 Fans werden sich am Freitagabend im Stadion ein Bild davon machen.