Jubel beim Dorfklub: "Alle sind wahnsinnig stolz"

Der kleine Verein aus der Gemeinde Aspach hatte es wieder einmal geschafft und bleibt nach dem 2:0-Sieg bei Fortuna Köln drittklassig. Nach Abpfiff konnten die Beteiligten ihre Emotionen nicht mehr zurückhalten.

"Wahnsinn!"

Torhüter Kevin Broll hielt den Ball in der Hand, bereit für den letzten Abstoß der Saison und an der Mittellinie rissen Dominik Pelivan und Marcel Vitzthum bereits in die Hände in die Höhe – als das Spielgerät in der Luft war, pfiff der Unparteiische ab und Großaspach feierte den Klassenerhalt! Sofort stürzte sich die Mannschaft auf den Mann, der daran den größten Anteil hatte – Keeper Broll – und begruben den Schlussmann unter sich. Auch Interimscoach Markus Lang ließ seinen Emotionen freien Lauf, die Freudentränen konnte der Erfolgstrainer nach Abpfiff nicht mehr zurückhalten.

"Wahnsinn!", beschrieb der 43-Jährige seine Gefühlslage am Mikrofon der "Telekom", mit der vollen Ausbeute von sechs Punkten in den letzten beiden Spielen hatte Lang seine Mannschaft zum Klassenerhalt geführt. "Ich bin mit Stolz erfüllt, Teil dieser Erfolgsgeschichte sein zu dürfen", zeigte sich der Interimstrainer ganz bescheiden und schob das Lob vollständig an die Mannschaft weiter: "Wenn man sich die Jubelbilder anschaut, dann sieht man: Es sind alle wahnsinnig stolz."

Lang erteilt die Party-Erlaubnis

Die Wiederholung der Worte, um das Szenario zu beschreiben, sprach Bände für den Mann an der Seitenlinie, der sein Glück kaum fassen konnte. Auch Pelivan, der seine Mannschaft per Freistoß in Führung brachte, war beinahe sprachlos: "Mir schießen so viele Emotionen durch den Kopf, ich bin so erleichtert und happy. Ich freue mich für die Mannschaft, für die Fans, für die Verantwortlichen. Heute ist ein super Tag für uns." Denn die Großaspacher zitterten dem Finale entgegen, trotz 5:2-Sieg in der Vorwoche stand man unter dem Strich. Am Ende schaffte es der Dorfklub aber aus eigener Kraft. Dabei bewies sich Fortuna Köln als ebenbürtiger Gegner, erst der Führungstreffer für die SGS ließ die Gäste aufatmen.

"In so einem Spiel, wo es um alles geht, ist es nicht leicht sofort volles Risiko zu gehen", war sich Pelivan bewusst, dass seine Mannschaft nicht gut in die Partie gekommen war. Am Ende entledigte der zweite Treffer jeden Zweifel, für die Aspacher konnte das Bier kalt gestellt werden, auch Lang zweifelte danach nicht mehr. Eine Zukunft als Cheftrainer steht für den Retter derweil nicht in Aussicht: Lang besitzt nur die A-Lizenz. "Ich hab den Jungs nur gesagt: Leinen los!", kündigte Lang die Klassenerhalts-Feier der SGS bereits an, er selbst wollte dabei aber gar nicht so sehr im Fokus stehen: "Meine Mission ist heute zu Ende, ich muss morgen wieder um 10 Uhr auf dem Platz stehen mit der U19."

   
Back to top button