Joker-Tor vor der Pause: Aue und Osnabrück teilen die Punkte

Aue startete gegen Osnabrück mit einer forschen Anfangsphase in das erste Liga-Heimspiel der Saison und holte sich die Führung, doch der VfL glich durch einen Joker-Tor noch vor der Pause aus – und war in der Folge lange Zeit die drückende Mannschaft. Das Unentschieden war letztendlich leistungsgerecht.

VfL-Kapitän Heider muss verletzt raus

Im Erzgebirgsstadion erhielten drei frische Spieler von Timo Rost eine Startelf-Chance, der FCE-Coach entschied sich für Nkansah, Knezevic und Jastremski zum Start. Danhof, Burger und Besong blieben im Vergleich zum Pokal-Aus gegen Mainz (0:3) zunächst auf der Bank. VfL-Cheftrainer Daniel Scherning schickte dagegen dieselbe Elf auf den Rasen, die auch gegen Duisburg (1:0) startete.

Die Partie begann mit einem Hin und Her, bei dem Nazarov an einem Block scheiterte und Engelhardt beinahe von einem zu kurzen Rückpass profitiert hätte (1./2.). Beide Teams suchten zwar früh den Weg nach vorne, doch die Gastgeber blieben in der Anfangsphase tonangebend. Dann schlug Aue auch auf der Anzeigentafel zu: Eigentlich hatte der VfL eine Ecke, doch die Veilchen klärten souverän und leiteten den Konter ein – der beim feinen Füßchen von Stefaniak landete. Aus spitzem Winkel netzte der Sommer-Neuzugang zum 1:0 ein (16.). Das neue Selbstvertrauen der Hausherren war spürbar, die Osnabrücker blieben in der Offensive noch zu einfallslos. Anschließend musste Scherning auch noch verletzungsbedingt wechseln, für Heider kam Higl in die Partie (28.). Der VfL-Kapitän hatte in der Anfangsphase einen Freistoß ins Gesicht bekommen, der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung lag nahe.

Mit Higl bewies der VfL-Coach ein goldenes Händchen. Aue klärte einen Konter zwar, doch die zweite Angriffswelle der lila-weißen Gäste rollte. Der Ball kam zum eingewechselte Stürmer, der Stefaniak aussteigen ließ, und der VfL-Stürmer schlenzte die Kugel aus spitzem Winkel ins lange Eck (35.). Fortan waren die Osnabrücker, die in der Schlussphase der ersten Hälfte das Tempo anzogen, besser in der Partie. Mit einem Remis ging es vorerst in die Pause.

Chancen auf beiden Seiten bleiben ungenutzt

Der VfL kam daraufhin auch mutiger aus der Kabine und drängte nach vorne. Aue konnte zunächst kaum einen Ball festmachen, wurde dann aber gefährlich. In halbrechter Position bekam Schikora den Ball, doch sein Abschluss wurde knapp über das Aluminium abgefälscht (50.). Osnabrück blieb in dieser Phase jedoch dominant – und feuerte einen Schuss aus 20 Metern durch Simakala ganz knapp vorbei (53.). Um den eigenen Sechzehner herum wurde Aue in dieser Phase eingekesselt, Klewin parierte aus spitzem Winkel gegen Kleinhansl (55.). FCE-Coach Timo Rost reagierte mit der Einwechslung von Tom Baumgart auf die Drangphase der Osnabrücker – der Joker prüfte VfL-Keeper Kühn sofort mit zwei Abschlüssen (62./63.).

Die Partie wurde im Anschluss wieder ausgeglichener, aber auch zerfahrener. Schiedsrichter Wolfgang Haslberger war gefordert: Zuerst fiel Tashchy im VfL-Strafraum, dann wurde Nazarov vor dem Sechzehner rustikal abgeräumt (69.). Das Stadion heizte sich auf. Danach klärte Schikora im eigenen Strafraum etwas ungenau per Kopf, die Kugel ging am Pfosten vorbei (73.). Kurze Sorge dann um Stefaniak, der ausgewechselt werden musste – er hielt sich bereits beim Anlaufen zuvor am rechten Brustkorb fest, dem Torschützen ging es aber gut (76.). Die Schlussphase brach mit einem Kopfball von Jastremski an, bei dem Kühn wohl auf dem Posten gewesen wäre (81.). Bei der nächsten Chance war der VfL-Keeper definitiv da! Tashchy ließ zwei Gegenspieler mit einem Haken aussteigen und schloss flach ab, doch Kühn tauchte ab und lenkte den Ball mit einer Hand um den Pfosten (86.) – und auch beim weiten Herauslaufen gegen Besong war der Keeper da (88.). Kühn blieb der Protagonist der Nachspielzeit: Besong köpfte, Kühn hob den Arm und lenkte die Kugel mit starken Haltungsnoten über die Latte (90.+2). Danach war Schluss!

Nach zwei Unentschieden zum Start ist Aue am Mittwoch (19 Uhr) beim SV Waldhof Mannheim in der Englischen Woche gefordert. Osnabrück empfängt zeitgleich den FC Ingolstadt zu einem Spitzenspiel.

 

   
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