Jenas Starke: Stammzellenspende statt Pokalfinale

Manfred Starke vom FC Carl Zeiss Jena verpasste das Landespokalfinale gegen Wismut Gera aufgrund einer besonderen Begebenheit: Der namibische Offensivspieler wurde im Zuge einer vereinsinternen Typisierungs-Aktion als Stammzellenspender ausgewählt. Der Eingriff am Dienstag verlief erfolgreich.

"Kein Freund von Spritzen"

Es gibt fraglos wichtigeres als Fußball. Auch wenn es manchmal besondere Momente braucht, um sich dies wieder vor Augen zu führen. Einen solchen dürfte der Jenaer Stürmer Manfred Starke erlebt haben, als ihm die Nachricht überbracht wurde, er komme für eine Stammzellenspende infrage. Ohne einen Moment des Zögerns willigte der 27-Jährige ein, verpasste somit den 5:0 Pokal-Triumph des FCC über Wismut Gera. "Und das", erklärte Starke auf der Vereinswebsite, "sogar sehr gerne". Für ihn sei es weniger eine Belastung als vielmehr "ein Privileg und ein riesiger Glücksfall".

Fünf Stunden lang angeschlossen

Dennoch verspürte der Angreifer vor dem mehrstündigen Eingriff am Dienstag eine gewisse Aufregung, wenngleich das Gefühl kein unbekanntes war: "Es fühlt sich ein bisschen wie die Nervosität vor einem wichtigen Spiel an." Ein größeres Problem habe da schon die Vorbereitung dargestellt. "Ich bin kein Freund von Spritzen, zumal ich sie mir ja auch selbst verabreichen musste", gab ein letztlich erleichterter Manfred Starke zu Protokoll. Erleichtert deshalb, weil alles nach Plan verlief. Fünf Stunden lang war der 27-Jährige an einem Apparat angeschlossen, der sein komplettes Blut mehrmals entnahm, filterte und wieder zurückführte. Zwei Stunden nach der Prozedur stand fest: Es konnten genügend Stammzellen gewonnen werden. In Gedanken ist Starke nun bei dem lebensbedrohlich erkrankten Unbekannten: "Ich hoffe, dass ihm geholfen werden kann."

   
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