Jena vor Flutlicht-Premiere gegen die Würzburger Kickers

Nach der Spielabsage in Meppen hat der FC Carl Zeiss Jena am Dienstag um 19 Uhr gegen die Würzburger Kickers sein zweites Heimspiel in Folge. Es ist eine besondere Partie für die Thüringer, die erstmals seit fast fünf Jahren zu Hause wieder eine Partie unter Flutlicht absolvieren.

Premiere für neues Flutlicht

Nach Monaten des Wartens und Bauverzug stehen endlich die neuen Flutlichtmasten im Ernst-Abbe-Sportfeld, die beim Heimspiel gegen Würzburg eingeweiht werden. Zuvor musste sich der Aufsteiger immer mit mobilem Flutlicht behelfen, nun wurde das Kriterium für die Drittliga-Lizenz erfüllt. Zum Spiel gegen Würzburg wird FCC sogar mit einem Sondertrikot auflaufen, erhält dafür insgesamt 25.000 Euro. Um sich an die neuen Umstände zu gewöhnen, will Trainer Mark Zimmermann Teile des Abschlusstrainings mit seiner Mannschaft im Stadion absolvieren. "Es geht darum, noch ein paar Dinge, auch Standards, auszuprobieren. Wir wollen uns an das Licht gewöhnen, schon ein bisschen von der Atmosphäre schnuppern."

Mit den Kickers trifft der FCC auf eine unberechenbare Mannschaft. Nach sieben Siegen am Stück holten die Bayern zuletzt nur sechs Punkte aus ebenso vielen Spielen. Zimmermann hat dennoch großen Respekt vor dem Gegner. "Sie haben sich andere Ziele gesteckt, ihren Trainer und das System gewechselt. Sie sind nicht ganz so gut ins neue Jahr gekommen, haben aber Magdeburg geschlagen. Sie haben nicht nur vom Alter her viel Erfahrung. Es sind abgezockte Jungs, die bei Standards extrem gefährlich sind. Sie wollen natürlich die ersten sein, die unsere Serie zu Hause reißen lassen wollen", so der 44-Jährige.

Zimmermann: "Wird schwer, im März zu punkten"

Denn vor eigenem Publikum ist Jena seit 13 Spielen ungeschlagen, gewann zuletzt das Derby gegen Erfurt mit 1:0, und legte dort den Grundstein für zehn Punkte Vorsprung auf die Nicht-Abstiegsplätze. Es sollen weitere Zähler dazukommen, doch Zimmermann weiß um die schwere der Aufgabe: "Unser Ziel waren nicht 32 Punkte, daran müssen wir weiter arbeiten. Es wird im März nicht einfach, Punkte zu holen. Würzburg steht in der Tabelle sicher da, sie können locker losspielen." Hinzu kommen die Partie gegen Münster und die Derbys gegen Magdeburg, Rostock und Zwickau.

Verzichten muss der FCC auf seinen Top-Stürmer Timmy Thiele sowie die Mittelfeldspieler Kevin Pannewitz und Dominik Bock. Alle drei sind an der Grippe erkrankt, werden wohl auch am Samstag in Münster ausfallen. Ob Niclas Erlbeck nach langer Leidenszeit wieder in den Kader zurückkehrt, ließ Zimmermann offen: "Er hat jetzt längere Zeit wieder voll mittrainiert, hat ein positives Feedback gegeben. Wir schauen jetzt von Tag zu Tag, wann er wieder eingesetzt werden kann. Er entscheidet am Ende, wie es ihm geht."

   
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