Jena am Tabellenende: Kwasniok sieht "Klassenunterschied“

Carl Zeiss Jena blickt nach dem schwächsten Saisonstart seit dem Wiederaufstieg schweren Zeiten entgegen. Durch die 0:2-Heimpleite gegen Spitzenreiter Eintracht Braunschweig stehen die Thüringer im dritten Jahr nach ihrer Drittliga-Rückkehr zum ersten Mal nach drei Runden als einziges Teams immer noch mit völlig leeren Händen da und stürzten ans Tabellenende ab.

Ergebnis für FCC-Coach "noch das Beste“

"Das war das schlechteste Spiel, seit ich Trainer in Jena bin“, kritisierte der seit gut acht Monaten amtierende FCC-Coach Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz nach dem Spiel den enttäuschenden Auftritt seiner Mannschaft gegen die Niedersachsen schonungslos und legte nach: "Wir müssen zugeben, dass ein Klassenunterschied zu sehen war. Das Beste an dem Spiel war noch, dass wir nur 0:2 verloren haben.“

In der Detailanalyse der Niederlage durch die Braunschweiger Treffer von Benjamin Kessel (29.) und Orhan Ademi (81.) ließ Kwasniok am "Magenta-Sport"-Mikrofon dann auch kaum ein gutes Haar an seiner Elf: "Wir haben in die falschen Räume gespielt und wurden laufend ausgekontert. Braunschweig hat das Zentrum zugeblockt, und wir haben es nicht geschafft, von einer Seite auf die andere zu spielen und über die Flügel zu kommen. Wir haben die Räume nicht gehalten und die Geduld verloren“, nannte der 38-Jährige die größten Fehler der Gastgeber neben den zahlreichen Ballverlusten.

In der Vorbereitung auf das Ostderby am Sonntag beim FSV Zwickau geht Kwasniok von "einem Haufen voller Arbeit vor der Brust“ aus. Zumal der FCC-Coach auch die mentalen Probleme seiner Spieler nach dem Fehlstart erkannt hat: "Das Selbstvertrauen wird immer kleiner. Die Niederlagen machen etwas mit einem.“

"Wir müssen punkten“

Trotz des wachsenden Drucks traut sich Kwasniok die benötigte Trendwende offenkundig zu. "Das ist nicht die erste schwierige Phase, seit ich in Jena bin. Aber wir müssen uns stellen. Die Vorbereitungszeit ist zu Ende, und wir müssen punkten“, meinte der Trainer. Auch in der Mannschaft schrillen die Alarmglocken inzwischen unüberhörbar. "Natürlich brauchen wir noch Zeit“, erklärte etwa Rene Eckardt bei "Magenta Sport" zur schwierigen Situation des Teams, "aber das nützt nichts, denn wir müssen jetzt punkten, dann bekommen wir auch wieder mehr Selbstvertrauen und unser Spiel sieht wieder besser aus.“

Glück im Unglück hatte derweil Jannis Kübler. Der Mittelfeldspieler hat sich nicht so schwer verletzt wie zunächst befürchtet, wie eine MRT-Untersuchung am Mittwoch ergab. Dennoch wird der 20-Jährige vorerst ausfallen.

   
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