Internet-Video zeigt: Ball vor MSV-Siegtreffer nicht im Aus

Mit einem spektakulären Tor in der fünften Minute der Nachspielzeit hat sich der MSV Duisburg am vergangenen Sonntag gegen Preußen Münster durchgesetzt. Doch war der Treffer überhaupt regulär? Viele Preußen-Spieler und Fans hatten so ihre Zweifel, zumal die TV-Bilder die Szene nicht eindeutig auflösen konnten. Ein Internet-Video sorgt nun für Abhilfe und zeigt: der Ball war nicht im Aus.

Regulärer Treffer

Auch wenn das Video überaus unscharf und verpixelt ist, lässt sich erkennen, dass Stanislav Iljutcenko den Ball genau auf der Torauslinie mit dem Kopf zurück ins Feld bringt – der Torpfosten dient dabei als Orientierung:

Elfmeter für Münster verweigert

Doch auch wenn der Treffer somit regulär erzielt worden ist, bleibt aus Preußen-Sicht ein fader Beigeschmack. Denn: Kurz vor dem Last-Minute-Siegtreffer des MSV ist Sinan Tekerci von Dustin Bomheuer im Strafraum zu Fall gebracht worden – einen Elfmeter gab es in dieser Szene nicht. Eine Fehlentscheidung, wie liga3-online.de-Experte Babak Rafati befand: "Beide Spieler wollen zum Ball, aber Tekerci ist einen Moment schneller und spielt kurz den Ball. Bomheuer kommt etwas zu spät, holt aus und tritt in die Beine seines Gegenspielers. Dabei räumt er diesen förmlich ab und kommt selbst auch zu Fall. Der Schiedsrichter entscheidet auf Stürmerfoul und Freistoß für Duisburg. Es hätte jedoch Strafstoß für Münster und eine gelbe Karte gegen den Verteidiger geben müssen. Somit liegt eine Fehlentscheidung vor." Hätte Schiedsrichter Tim Skorczyk in dieser Situation auf Elfmeter für Münster entschieden, wäre es zu dem Last-Minute-Siegtreffer des MSV vielleicht gar nicht gekommen. Möglicherweise wären sogar die Preußen als Sieger vom Platz gegangen, hätten sie den Elfmeter verwandelt. Hätte, hätte! Oftmals liegen Glück und Pech im Fußball eben sehr nah beieinander.

   
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