Ingolstadts rabenschwarzer Tag: "Ein Riesen-Rückschlag für uns"

Einen herben Rückschlag im Kampf um den Aufstieg setzte es für den FC Ingolstadt beim 0:4 in Dresden. Unisono waren FCI-Trainer Oral und Kapitän Kutschke nach Spielende bemüht, dem Ergebnis nicht allzu viel Bedeutung beizumessen. Beide verbuchten die Pleite in der Kategorie Ausrutscher. 

FCI bekam Grenzen aufgezeigt

Bis auf einen Punkt wollte der Tabellenzweite mit einem Dreier an den Spitzenreiter aus Dresden heranrücken. Stattdessen bekam der FC Ingolstadt im Topspiel seine Grenzen aufgezeigt und rutschte auf Platz vier ab. Zu beschönigen gab es nach Abpfiff entsprechend wenig. "Die Niederlage hat uns natürlich schon sehr getroffen. Es ist einen Riesen-Rückschlag für uns nach den letzten Wochen", befand Tomas Oral auf der Pressekonferenz. Bemerkenswert war, was Ingolstadts Trainer über die Anfangsphase der Partie zu sagen hatte. Seine Mannschaft habe "versucht, hier Dominanz auszustrahlen. Bis zum Elfmeter war es eine ausgeglichene Partie – wir haben kaum etwas zugelassen."

Tatsächlich sah es zu Beginn keinesfalls nach einer klaren Schanzer-Pleite aus. Stattdessen neutralisierten sich die Teams. Das änderte sich schlagartig, als Dresdens Mörschel einen Foulelfmeter zur Führung für die Gastgeber verwandelte (39.). "Mit dem 1:0 sind bei uns irgendwo alle Dämme gebrochen", musste Oral feststellen. Kurz vor der Pause traf Königsdörffer (45.), kurz danach Sohm (49.). Ingolstadt schaffte es in der Folge zwar, die Dynamo-Akteure erst einmal vom eigenen Tor fernzuhalten, mit dem Abpfiff setzte es dann aber doch noch das 0:4 durch Stor (90.+2). Alles in allem also "ein rabenschwarzer Tag."

"Es war vielleicht ein Hallo-wach"

Dass die Laune bei den Ingolstädtern nach Abpfiff nicht die beste war, bedarf kaum weiterer Ausführungen. Durchaus interessant jedoch, wie schwer es den Protagonisten fiel, Erklärungsansätze für das Erlebte zu finden. Kapitän Stefan Kutschke, gebürtiger Dresdner und ehemaliger Dynamo-Spieler, versuchte sich bei "MagentaSport" zumindest an einer Analyse. Gefehlt habe "der letzte Wille, die Entschlossenheit, die wir in den letzten Wochen an den Tag gelegt haben." Angesichts einer Serie von zuvor drei aufeinanderfolgenden Siegen könne der Auftritt durchaus als eine Art Ausrutscher gelten. "Wir werden uns jetzt gleich zusammensetzen – ohne negative Stimmung aufkommen zu lassen", so Kutschke über die nächsten Schritte. "Weil es ist dann ja immer auch von außen ganz schnell reingetragen, dass es irgendwo eine Krise gibt."

Von einer solchen wollte auch sein Trainer nichts wissen. Stattdessen übte sich Tomas Oral in Zweckoptimismus: "Es war vielleicht – manchmal sagt man das im Fußball ja so – zum richtigen Zeitpunkt nochmal so ein Hallo-wach." Glauben möchten das sicherlich alle im FCI-Umfeld, zu beweisen gilt es diese These allerdings in den nächsten Spielen. Womöglich kommt der enge Terminkalender den Schanzern dabei ausnahmsweise gelegen, schon am Mittwoch bietet sich im Nachholspiel gegen Uerdingen die Chance zur Wiedergutmachung.

   
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