Ingolstadt verpasst die Spitze: "War nicht gut von uns"

Mit der 0:2-Niederlage bei Schlusslicht SV Meppen hat der FC Ingolstadt am Montagabend den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Trainer Tomas Oral haderte vor allem mit den individuellen Fehlern – und in einer Szene auch mit dem Schiedsrichter.

Unzufriedenheit bei Kutschke

Durchnässt vom Meppener Dauerregen an diesem Montagabend kam Oral zur Pressekonferenz und leitete sein Statement zur Partie wie folgt ein: "Wir sind eigentlich ganz gut ins Spiel gekommen." Problem: Schon nach vier Minuten gerieten die Schanzer in Rückstand, nachdem Marcel Gaus den Ball auf der Außenbahn verlor. "Ein kapitaler Fehler", haderte der FCI-Coach. Und beim 0:2 nach 23 Minuten war es ein "individueller Fehler" von Nico Antonitsch, der an der Strafraumgrenze nicht entschlossen genug in eine Grätsche gegen Valdet Rama ging.

"Wir laufen zweimal in Konter, das darf uns nicht passieren", zeigte sich auch Kapitän Stefan Kutschke bei "MagentaSport" unzufrieden. Der FCI habe dann zwar "vieles versucht", so der 32-Jährige, habe jedoch "die letzte Durchschlagskraft vermissen lassen. Wir haben uns nicht die Chancen rausgespielt, die nötig gewesen wären". Auch Oral stellte fest: "Wir waren bemüht, das Spiel an uns zu reißen, der Gegner blieb dabei aber gefährlich. Für den zweiten Abschnitt haben wir uns vorgenommen, das Spiel nochmal zu drehen." Doch Meppen habe "aufopferungsvoll gekämpft", auch die Witterung habe es "nicht einfacher" gemacht, meinte der Ingolstädter Trainer.

"Ganz klar ein Elfmeter"

Aufregung gab es dann elf Minuten vor dem Ende: Nach einer Ecke ging Marcel Gaus im Strafraum bei einem Duell mit Luka Tankulic zu Boden. Einen Elfmeter gab Schiedsrichter Thorben Siewer aber nicht, stattdessen entschied er auf Stürmerfoul – sehr zum Unverständnis von Oral: "Das ist ganz klar ein Elfmeter. Warum auf Stürmerfoul entschieden wird, kann ich überhaupt nicht verstehen. Das hätte das Spiel nochmal drehen können."

Doch am Ende blieb der FC Ingolstadt erstmals seit dem 4. Spieltag ohne Treffer – auch, weil insgesamt 15 Ecken wirkungslos verpufften. "Das Spiel war nicht gut von uns, darüber müssen wir reden", sagte Kutschke. Im Heimspiel gegen den VfB Lübeck am kommenden Samstag können die Schanzer einen neuen Anlauf in Richtung Tabellenspitze unternehmen. "Das wird ein ähnliches Kaliber wie heute Meppen", blickte Kutschke voraus. Ob die Partie aber überhaupt stattfinden kann, ist noch offen, nachdem es beim VfB zuletzt zwei Corona-Fälle gegeben hatte.

   
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