Ingolstadt verliert Röhl an Freiburg – aber kassiert Millionensumme

Was schon länger im Raum stand, ist nun fix: Der FC Ingolstadt verliert Merlin Röhl an den SC Freiburg – das gaben die Schanzer am Mittwochnachmittag bekannt. Damit muss der FCI ein hoffnungsvolles Talent ziehen lassen, kassiert im Gegenzug aber eine Millionensumme. 

Fast 50 Spiele für den FCI

Am Dienstagabend stand der 20-Jährige im Landespokalspiel gegen den Fünftligisten Türkspor Augsburg schon nicht mehr Kader, einen Tag später ist sein Abgang nun fix. "Ich möchte mich aus ganzem Herzen bei allen Mitarbeitern, meinen Mitspielern sowie den Verantwortlichen des FC Ingolstadt 04 bedanken", sagt der Mittelfeldspieler, der bei zahlreichen Klubs auf der Liste stand. Einen besonderen Dank richtet er an alle seine Trainer, "die mich in den vergangenen Jahren bei den Schanzern mehr als geprägt haben und von denen ich unglaublich viel lernen durfte." Der Wechsel nach Freiburg in die Bundesliga sei "eine große Chance für mich, die will ich nutzen". Der Sportclub sei bekannt dafür, "dass junge Spieler hier noch besser werden. Diesen Weg möchte ich mit der Mannschaft und den Trainern gehen".

Röhl, in Potsdam geboren, wechselte im Sommer 2018 von der U17 des SV Babelsberg zu den Schanzern, entwickelte sich prächtig weiter und kam zu 26 Zweit- sowie 23 Drittliga-Einsätzen. In dieser Saison gelangen ihm in vier Ligaspielen zwei Tore und eine Vorlage, was das Interesse des SCF weiter angefacht haben dürfte. Bei den Breisgauern ist Röhl für das Bundesliga-Team eingeplant. Denkbar aber, dass der zentrale Mittelfeldspieler dennoch hin und wieder in der 3. Liga zu sehen sein wird, um bei der U23 weiter Spielzeit zu bekommen.

"Schmerzt sehr"

Da der beidfüßig starke U20-Nationalspieler erst im Juli des vergangenen Jahres langfristig bis 2025 verlängert hatte, spült der Wechsel 2,9 Millionen Euro in die Kasse der Schanzer, wie der "Kicker" berichtet. Zudem könnten Bonuszahlungen die Summe weiter in die Höhe treiben. Dafür verliert der Klub allerdings auch einen hoffnungsvollen Spieler.

"Der Abgang von Merlin schmerzt sehr", räumt Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer ein. Dennoch sei der FC Ingolstadt 04 nicht "nur ein Stück traurig", sondern auch "sehr stolz. Stolz auf unsere Arbeit und unsere Hingabe, junge Spieler über unsere Jungschanzer zu entwickeln und sie zum festen Bestandteil unserer Profi-Mannschaft zu machen. Stolz auf unsere aktuellen und auch ehemaligen Trainer, Mitarbeiter, Fans und Anhänger des FCI, die Merlin und auch viele andere Spieler gefördert und in jeglichen Situationen unterstützt haben."

Abgang Nummer 22

Beim SC Freiburg biete sich für Rühl nun die Gelegenheit, "den nächsten Schritt in den deutschen Spitzenfußball hinein zu gehen", so Beiersdorfer. Röhl ist bereits der 22. Spieler, der die Schanzer nach dem Abstieg verlässt. Das Geld aus dem Transfer könnte nun dazu verwendet werden, um die Qualität im Kader noch einmal weiter zu verbessern.

   
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