Hildmann sieht Lautern "fast immer in der Favoritenrolle"

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Am vergangenen Samstag bebte der Betzenberg beim 2:0-Heimsieg des 1. FC Kaiserslautern gegen den Bundesligisten aus Mainz. Diese Euphorie will Trainer Sascha Hildmann auch gegen Eintracht Braunschweig auf den Platz bringen und spricht von den Tipps und Tricks in seinem Repertoire.

"Jetzt haben wir es erlebt"

Vor über 40.000 Zuschauern ließ sich der 1. FC Kaiserslautern für seinen Erfolg im DFB-Pokal am Betzenberg feiern, am Sonntag wird an gleicher Stelle die Braunschweiger Eintracht zu Gast sein. Die Kulisse des Duells zwischen den Vorjahres-Absteigern wird zwar deutlich kleiner ausfallen (16.500 Tickets sind verkauft), trotzdem will Trainer Sascha Hildmann die Euphorie und Stimmung aufrecht erhalten: "Es war ergreifend, weil man immer nur von früher erzählt wie es sein kann und jetzt haben wir es erlebt."

Es sei am vergangenen Montag durch die Stadt gelaufen und "habe noch nie so viele Leute im Trikot dort herumlaufen sehen", was den Fußballlehrer hoffnungsvoll für den Auftritt gegen Braunschweig stimmte. Dass seine Mannschaft angesichts eines Erfolges gegen einen Bundesligisten nun überheblich würde, sah Hildmann nicht: "Die Mannschaft kann das sehr gut einschätzen, wir im Trainerteam sorgen auch dafür. Es war ein tolles Erlebnis."

Reflexionstrainer als Kniff

Gegen Mainz konnte der Drittligist befreiter aufspielen, in der Liga hinken die Lautrer dem Anspruch mit fünf Punkten nach vier Spielen noch hinterher. "In der Liga sind wir fast immer in der Favoritenrolle, egal wo wir hinkommen und wie wir spielen", sieht Hildmann einen Vorteil darin, dass man gegen den Bundesligisten in der Lauerstellung verbleiben konnte. Gespannt erwarten die Fans, was es gegen die ebenfalls hoch gehandelten Braunschweiger für ein Spiel wird: "Ich erwarte ein sehr hartes, geduldiges Spiel für uns", so Hildmann.

Er will das Spiel zweier Favoritenteams aber auch nicht zu hoch hängen: "Ein Gradmesser ist jedes Wochenende." Um seine Spieler entsprechend aufzubauen und das Niveau auch mental hoch zu halten, stellte der 1. FCK in der Vorbereitung einen Reflexionstrainer ein. Für Hildmann ein guter Kniff: "Wir haben das forciert, weil das im heutigen Fußball elementar wichtig ist. Wir sind eng im Austausch, aber natürlich ist es nicht so, dass alles funktioniert wegen des Reflexionstrainers. Aber es gibt Halt und ist ein Anker." Spielern wie Florian Pick, der wettbewerbsübergreifend fünf Treffer erzielte, habe das geholfen. Inwieweit das auch am Sonntag (13 Uhr) helfen wird, muss sich zeigen. Fehlen werden Theo Bergmann und Andri Rúnar Bjarnason sowie die Langzeitverletzten Lukas Spalvis und Dylan Esmel. Lukas Gottwalt und Janek Sternberg sind dagegen wieder ins Training eingestiegen.

   
  • Sterneneisen

    Vielleicht hinkt es doch an der Einstellung. Man hält sich für den Primus, ist es aber nicht. Angesichts der Spiele in der Liga keine sehr realistische Einschätzung Hildmanns…

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