Hildmann nicht zufrieden: "Erwarte mehr Qualität von uns"

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Nachdem der 1. FC Kaiserslautern am letzten Spieltag mit 0:2 in Münster unterlag, wartete mit dem Halleschen FC die nächste, schwere Aufgabe. Am Ende der Partie stand ein torloses 0:0 – ein Punktgewinn, über den sich Trainer Sascha Hildmann nur bedingt zufrieden zeigte.

FCK setzt auf Absicherung

"Wir hatten noch das Spiel von Preußen Münster im Kopf", erklärte Sascha Hildmann auf der Pressekonferenz, nachdem sich seine Mannschaft nur Minuten zuvor einen Punkt gegen den Halleschen FC erspielt hatte. Noch in der Vorwoche waren die Roten Teufel als Verlierer vom Platz gegangen: Der SC Preußen Münster hatte vor allem in der ersten Halbzeit defensive Schwächen der Roten Teufel eiskalt ausgenutzt. Gegen den zuletzt auf einer Erfolgswelle schwimmenden HFC wählte Trainer Hildmann also erst einmal eine defensivere Ausrichtung: "Wir wollten uns auf keinen Fall auskontern lassen, haben deshalb einen etwas stabileren Block im Zentrum gewählt. Deswegen hatte Halle am Anfang mehr Ballbesitz."

Und mehr Abschlüsse: Abgesehen von einer Halbchance nach einem Standard brachten die Roten Teufel in der ersten Halbzeit offensiv kaum etwas zustande. Ein Umstand, der sich in der zweiten Hälfte vor allem dank Timmy Thiele verbesserte – zum Torerfolg reichte es aber trotzdem nicht: "Ich erwarte mehr Qualität von uns, was das Spiel nach vorne betrifft", ärgerte sich Hildmann: "Wir hatten zwei, drei gute Chancen, aber haben dann in der Situation einen schlechten Pass gespielt oder uns nicht im eins gegen eins durchgesetzt."

Mehr Angriffe, aber "zu wenig Fußball gespielt"

Der FCK zeigte sich in den zweiten 45 Minuten zwar deutlich aktiver, es fehlte allerdings an der nötigen Präzision im Abschluss. Und auch die Chancenerarbeitung ließ insgesamt zu wünschen übrig: "Die Platzverhältnisse waren nicht die besten. Aber das darf keine Ausrede dafür sein, dass wir zu wenig Fußball gespielt haben", kritisierte Janek Sternberg am "Telekom"-Mikrofon: "Wir haben sehr viel mit langen Bällen gearbeitet. Das Spiel hat es nicht anders hergegeben, Halle hat es gut gemacht. Der letzte Pass fehlt halt."

Ein positiver Aspekt: Auch Halle kam, vor allem in der zweiten Hälfte, kaum zu echten Gelegenheiten. "In der Defensive war es für mich okay", befand Hildmann, dessen Mannschaft im vierten Heimspiel in Folge kein Gegentor kassierte: "Die Basis ist immer die Defensive. Trotzdem müssen wir nach vorne viel mehr Gefahr ausstrahlen. Wir hatten hier Spiele, da waren es ein Dutzend Chancen. Heute war es gar keine. Das ist letztendlich zu wenig um so einen starken Gegner wie Halle zu besiegen."

Und auch der nächste Gegner hat es in sich: "Jetzt kommt ein ganz leichtes Spiel in Karlsruhe", so Hildmann mit einem Augenzwinkern. Gegen den aktuellen Tabellenzweiten hofft der Coach in der kommenden Woche dennoch auf ein positiveres Ergebnis: "Ich hoffe, dass wir da ein Spiel mal mit einer Chance gewinnen können."

 

   

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