Hildmann gibt Einblick: "Das sind ja keine Maschinen"

Am Samstag (14 Uhr) kommt es in Kaiserslautern zu einem direkten Duell zweier Sorgenkinder in der 3. Liga. Während es bei den Roten Teufeln zuletzt insbesondere abseits des Fußballplatzes zu negativen Schlagzeilen kam, stecken die Gäste aus Unterhaching in einer sportlichen Misere. Die möchte Kaiserslauterns Trainer Sascha Hildmann gerne nutzen, um mit seinem Team die letzten theoretischen Zweifel an einem Klassenerhalt aus der Welt zu schaffen und so zu alter Leichtigkeit zurückzufinden.

Hildmann hat die Abstiegszone zumindest im Blick

Nach nur einem Punkt aus den vergangenen vier Spielen muss sich der 1. FC Kaiserslautern drei Runden vor Schluss plötzlich auch wieder mit dem möglichen Abstiegskampf auseinandersetzen. Zwar mutet der Vorsprung von sechs Punkten auf den ersten Abstiegsplatz noch relativ komfortabel an, dennoch gab Trainer Sascha Hildmann auf der Pressekonferenz vor dem Aufeinandertreffen mit der SpVgg Unterhaching zu, das Thema zumindest im "Blick" zu haben.

Zumal die Stimmung im Verein zurzeit sowieso alles andere als positiv ist. Die schwebende Lizenzvergabe, finanzielle Probleme und teilweise öffentlich ausgetragene Grabenkämpfe innerhalb der Führungsetage hatten zuletzt nicht nur für große Schlagzeilen gesorgt, sondern auf Verunsicherungen innerhalb der Mannschaft zur Folge. "Natürlich können die Jungs das nicht alles ausblenden. An den Spielern geht das nicht spurlos vorbei. Das sind ja keine Maschinen oder Roboter, sondern Menschen wie wir alle", gab Hildmann einen Einblick in das Seelenleben seiner Jungs, mit denen er nun aber die "Leichtigkeit" durch sportliche Erfolge zurückholen wolle.

Sickinger und Albaek fallen aus 

Da kommt der Gegner gerade recht. Schließlich wartet die SpVgg Unterhaching bereits seit dem 26. Spieltag auf einen Sieg und holte in der Rückrunde überhaupt erst zehn Punkte. Dabei war das Team von Claus Schromm laut Hildmann "in der Vorrunde spielerisch die beste Mannschaft der Liga", stecke nun aber auch aufgrund des großen Verletzungspechs "in einem Negativstrudel." Mit jeder Menge "Einsatz, Power und einer gewissen Absicherung" möchte Hildmann mit seiner Mannschaft nun endlich mal wieder einen Sieg feiern und sich gleichzeitig für die schmerzhafte 0:5-Niederlage in der Hinrunde revanchieren, wodurch man sich auch in Sachen Abstiegssorgen "von allem befreien" könne.

Dabei ist Hildmann aber auch gezwungen, seine Mannschaft nicht nur neu ein-, sondern auch anders aufzustellen. So hat sich Carlo Sickinger beim 0:2 gegen Wehen Wiesbaden am Montag wohl schwerer verletzt und wird auf unbestimmte Zeit ausfallen. Eine erste MRT-Untersuchung ergab laut Hildmann zwar nur einen leichten Faserriss beim 22-Jährigen, die genaue Diagnose müsse man aber noch abwarten. Zudem wird auch Mads Albaek aller Voraussicht nach fehlen, den Dänen plagen Adduktorenprobleme, während Theodor Bergmann erstmals wieder im Mannschaftstraining mitmischen konnte, für Samstag aber auch noch keine endgültige Zusage geben mag.

   
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