HFC so gut wie gerettet: "Schon eine Erleichterung zu spüren"

Der Hallesche FC ist dem Klassenerhalt ganz nah. Mit 4:1 setzten sich die Saalestädter am Dienstagabend gegen Türkgücü München durch. Patzt die Konkurrenz am Mittwoch, ist die Rettung endgültig perfekt. Es wäre die Belohnung für zwei zuletzt gute Auftritte. Auch wenn Trainer Florian Schnorrenberg noch keine Glückwünsche entgegennehmen wollte, war die Erleichterung spürbar groß.

"Die 46 Punkte tun unglaublich gut"

Noch auf dem Rasen, kurz nach dem Abpfiff, warfen der verletzte Toni Lindenhahn und Marcel Titsch Rivero nach dem 4:1-Erfolg gegen Türkgücü München einen Blick aufs Smartphone. Interessiert schauten die beiden Profis des Halleschen FC auf den elektronischen Begleiter. Was sie sich angeschaut haben, ist unbekannt. Naheliegend: die Ergebnisse der anderen Ligaspiele prüfen und schauen, wie es um den HFC steht. Die Erkenntnis dieses Szenarios: Es sieht richtig gut aus.

Denn mit 46 Punkten liegen die Saalestädter zehn Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz. Gewinnen Uerdingen (gegen Köln) und Bayern II (gegen Duisburg) am Mittwochabend nicht, oder gewinnt Uerdingen, während Bayern II maximal einen Punkt holt, ist der Klassenerhalt schon heute Abend perfekt. Doch selbst wenn die Konkurrenz nicht strauchelt, sind die Rot-Weißen so gut wie durch. "Die 46 Punkte tun unglaublich gut, haben bisher auch immer gereicht", sagte Trainer Florian Schnorrenberg nach der Partie. Glückwünsche wollte er aufgrund der noch nicht 100 Prozent geklärten Situation aber nicht entgegennehmen. "Vielleicht war es schon der entscheidende Schritt, aber wir wollen uns darauf nicht ausruhen", so Schnorrenberg, der auf der Pressekonferenz ankündigte, sich ein Bier zu gönnen.

"Ausgleich hat uns ein bisschen geschockt"

Selten war die Stimmung in Halle so gelöst wie nach dem zweiten Sieg in Folge, der die Punkte acht, neun und zehn aus den vergangenen fünf Partien bedeutete. Die Anspannung fiel von den Beteiligten ab: "Es ist schön, nach den ganzen stressigen Monaten, dass wir uns aus eigener Hand aus der Grube wieder herausholen. Es war ein schönes Spiel von uns, hat Spaß gemacht", sagte Angreifer Terrence Boyd bei "MagentaSport". Der 30-Jährige hatte mit seinem 16. Saisontor den Schlusspunkt gesetzt (82.). "Wir sind in einem Rausch gewesen", meinte der US-Deutsche: "Die Freude, die wir heute und in Dresden hatten, müssen wir uns beibehalten." Auch Schnorrenberg gab zu: "Am Ende war schon eine Erleichterung zu spüren nach dem dritten und vierten Tor."

Denn das Team geriet kurz ins Wanken. Nach der frühen Führung durch Antonios Papadopoulos (8.) schafften die Gäste nach einem Eckstoß durch den Ex-HFCler Petar Sliskovic das 1:1 (31.). "Der Ausgleich hat uns ein bisschen geschockt, wir standen ein bisschen tief", meinte der Coach. Doch mit dem 2:1 durch Abwehrchef Stipe Vucur nach einer Stunde war die Blockade endgültig gelöst. Stürmer Michael Eberwein legte nur fünf Minuten später das 3:1 und damit die Entscheidung nach. "Wir sind ein bisschen zielstrebiger im Abschluss, der eine oder andere Spieler hatte zuletzt seine Erfolgserlebnisse. Wenn du Selbstvertrauen hast, macht es das immer ein bisschen einfacher", erklärte Schnorrenberg die sieben Tore seiner Mannschaft in den vergangenen beiden Partien. Bereits vor anderthalb Wochen zeigte der HFC beim 3:0 in Dresden einen guten Auftritt. Am Montag geht es nun nach Mannheim – vielleicht schon mit dem endgültigen Klassenerhalt in der Tasche.

   
Back to top button