Heimspiel gegen Hansa: MSV kämpft gegen die fehlende Frische

Das Hammerprogramm für den MSV Duisburg geht weiter. Am Samstag steht mit dem Heimspiel gegen Hansa Rostock das vierte von sechs Spielen binnen drei Wochen an. Wieso sich MSV-Trainer Gino Lettieri noch immer über das Spiel gegen den 1. FC Magdeburg ärgert und welches Problem er mit den beiden Zugängen Federico Palacios und Marlon Frey hat.

FCM-Niederlage hängt nach

Hansa Rostock vor der Brust, doch das Spiel gegen den 1. FC Magdeburg noch immer im Kopf: Vor dem Duell gegen die Norddeutschen am heutigen Samstag (14 Uhr) war Gino Lettieri noch immer die große Enttäuschung über die 1:2-Niederlage gegen den Konkurrenten im Abstiegskampf unter der Woche anzumerken. "Dass wir gegen FCM noch verlieren, hätte ich nie erwartet. Ab dem 1:0 hatten wir das Spiel im Griff, deshalb hätte ich nie gedacht, dass wir es noch aus der Hand geben", sagte der Trainer des MSV Duisburg auf der virtuellen Pressekonferenz. "Gegen den FCM hatten wir so viele Torchancen gehabt wie in keinem anderen Spiel, seit ich hier bin."

Doch das Spiel und der aus MSV-Sicht extrem ärgerliche Ausgang müssen abgehakt werden. Die Meidericher sind Vorletzter, haben drei Punkte Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz – und mit den Hanseaten wartet der ambitionierte Tabellensechste in der heimischen Schauinsland-Reisen-Arena. "Mit ihnen kommt eine Powermannschaft, die frisch ist, weil sie keine englische Woche hatte. Die Spieler sind heiß, dass sie wieder spielen dürfen", sieht Lettieri einen Vorteil für die Gäste. Hansa war sogar zwei Wochen ohne Spiel, klagt aber über einige Verletzte.

Wenig Trainingszeit für die Neuen

"Wenn es für sie ein Problem ist, dann können wir das Spiel gern verlegen lassen", sagte der 54-Jährige mit einem Augenzwinkern und unterstrich damit die Ansicht des MSV, bei den Spielansetzungen durch den DFB benachteiligt worden zu sein. "Wir sind unglücklich, dass wir immer gleich zwei englische Wochen haben." Denn nach dem Spiel am Samstag folgt bereits am Dienstag das Duell gegen den FSV Zwickau. Um gegen den FCH, der in diesem Jahr bislang zwei Spiele weniger absolviert hat als der MSV, dennoch die nötige Frische auf den Platz bringen zu können, werde es einige Änderungen in der Startelf geben. "Nicht, weil die Leute schlecht waren, sondern um mit den Kräften auszukommen", so der Coach.

Immerhin haben die Zebras seit dieser Woche mehr Optionen im Kader, mit Federico Palacios (Leihe aus Regensburg) und Marlon Frey (kommt aus Sandhausen) konnten zwei neue Spieler verpflichtet werden. Weitere – im Idealfall für Offensive und Defensive – sollen folgen. Personell sieht es also etwas besser aus. Jedoch blieb Lettieri aufgrund der engen Spieltaktung kaum Zeit, die Zugänge an das Spielsystem zu gewöhnen. "Wir sind sehr wenig auf dem Platz und haben kaum Zeit, das zu trainieren", doch man müsse sich nun einfach die Zeit nehmen, "damit sie wissen, was wir erwarten".

Sechs Spieler fehlen

Bei Frey, den Lettieri schon vor über zwei Jahren als Trainer von Korona Kielce nach Polen holen wollte, habe der Deutsch-Italiener allerdings keine Sorgen, dass er viel Zeit benötige, um in den MSV-Rhythmus zu kommen. "Es ist ein intelligenter Mensch und wird die Laufwege schnell erkennen und umsetzen." Um den Nachteil des wenigen Trainings so klein wie möglich zu halten, hätte der MSV auch bewusst Spieler geholt, die bei ihren Vereinen zwar kaum Einsätze, dafür aber das komplette Trainingspensum mitgemacht hatten. Während die beiden neuen Spieler gegen Hansa dabei sein werden, fehlen Mirnes Pepic, Niko Brettschneider, Orhan Ademi, Vincent Vermeij und Maximilian Jansen verletzt. Zudem fehlt Dominik Schmidt wegen einer Gelbsperre

 

   
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