"Harte Arbeit": Auch Haching kann Meppen nicht aufhalten

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In der Hinrunde noch völlig utopisch, nun Realität: Der SV Meppen zieht nach Punkten mit der SpVgg Unterhaching gleich. Im direkten Duell der Mannschaften setzte der SVM seine überragende Serie fort und siegte mit 1:0. Im achten Rückrundenspiel war es bereits der sechste Sieg für die Neidhart-Elf, die sich mittlerweile näher am Relegations- als an den Abstiegsrängen wiederfindet. 

Meppen mischt die Liga auf

"Wenn es immer so laufen würde, wie man sich das vorstellt, wäre es schön." Die Worte von Meppens Trainer Christian Neidhart am "Magenta Sport"-Mikrofon zeigen: Bei den Niedersachsen kann man sich noch gut an schlechtere Zeiten erinnern, mit Selbstverständlichkeit wird ein Sieg beim SVM nach wie vor nicht hingenommen. Nichtsdestotrotz ist die aktuelle Serie eine beeindruckende: Der Erfolg in Unterhaching war der nunmehr sechste im achten Rückrundenspiel, die Tabelle der zweiten Saisonhälfte führen die Emsländer damit an. Das Rezept dafür? "Harte Arbeit!"

So auch bei der Partie im Münchener Süden. Der SVM war anfangs keinesfalls überlegen – und durfte sich dennoch über die frühe Führung freuen. Von links flankte René Guder scharf vor das Tor, dort setzte sich Marcus Piossek gegen mehrere Haching-Verteidiger durch und köpfte gekonnt ein (4.). Ein Treffer, der den Torschützen selbst ein wenig überraschte, wie er gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zugab: "Ich laufe einfach in die Box und dann fällt mir der Ball auf den Kopf. Sieht dann natürlich schön aus. Kopfbälle sind eigentlich nicht meine Spezialität." Die durchaus glückliche Führung verdienten sich die Gäste in der Folge über den Kampf. Immer wieder versuchten es die Hausherren mit langen Bällen, stets war ein diszipliniert verteidigender Meppener zur Stelle. Im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild – bis zur zweiten Minute der Nachspielzeit: Nachdem Hachings Torhüter mit nach vorne geeilt war, liefen drei Meppener auf das nur noch durch Feldspieler Stahl abgesicherte Tor zu. Meppens Kleinsorge schaffte es dennoch, die Chance zunichte zu machen – beim Abspiel stand der Offensivmann im Abseits.

"Für ein 1:0 gibt es auch noch drei Punkte"

Angesprochen auf die besagte Szene äußerte sich Trainer Neidhart pragmatisch: "Klar, in der letzten Situation müssen wir das 2:0 machen – aber für ein 1:0 gibt es auch noch drei Punkte." Durchaus richtig. Zumal der Sieg ungeachtet des Missgeschicks durchaus in Ordnung ging. "Die Mannschaft hat sich belohnt, gerade in der zweiten Halbzeit nicht viel zugelassen und das defensiv dann schon ordentlich gemacht."

Die Belohnung für die Meppener ist dann auch an der Tabelle abzulesen: Nachdem am Ende der Halbserie noch ein Abstiegsplatz stand, kletterte der SVM mittlerweile bis auf Rang sieben – sieben Punkte hinter dem Relegationsplatz. Zum Vergleich: Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang beträgt satte zehn Zähler. Kann der SVM seine Serie im Heimspiel gegen Würzburg am Dienstagabend fortsetzen?

 

   

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