Hansas torlose Serie gegen Aspach: Härtel warnt

Hansa Rostock gegen Sonnenhof Großaspach – ein Spiel, in dem ein 0:0-Unentschieden vorprogrammiert ist. In den letzten vier Partien zwischen den beiden Vereinen fiel kein einziger Treffer, doch die Rostocker fürchten besonders die Aspacher Trumpfkarte: Gegen die SGS konnte die Hansa-Kogge zuhause noch nie gewinnen.

"Wahrscheinlich doch Zufall"

Jens Härtel und Oliver Zapel kennen es schon, das berüchtigte 0:0-Remis zwischen Hansa Rostock und Sonnenhof Großaspach. Zehnmal trafen die Mannschaften in der 3. Liga bereits aufeinander, von den letzten sechs Begegnungen endeten fünf mit einem torlosen Unentschieden. Gemeinsam waren Härtel und Zapel allerdings noch nicht daran beteiligt, die meisten dieser Matches gehen auf die Konten der jeweiligen Vorgänger bzw. Nachfolger. Darauf wetten, dass es erneut zu diesem Ergebnis kommt, wolle Hansa-Coach Härtel nicht – weil er grundsätzlich niemand sei, der große Summen verwettet: "Da kann man keinen Grund für die Ergebnisse finden, warum das so ist. Das war wahrscheinlich doch Zufall."

Kein Zufall ist in den Augen des Fußballlehrers, dass es ausgerechnet die Großaspacher immer wieder trifft: "Es ist eine unangenehme Mannschaft", wollte Härtel den kommenden Gegner der Rostocker nicht kleinreden. Denn der Dorfklub ist im Ostseestadion noch ungeschlagen. "Dass die Atmosphäre und die Erwartungshaltung eine andere ist, ist bestimmt irgendwo im Hinterkopf. Aber das darf keine Rolle spielen", gab der Hansa-Coach zu Bedenken, dass ein Sieg über den vermeintlich kleinsten Verein der 3. Liga nicht als Pflichtvorstellung angesehen werden dürfte. Härtel fasste sich kurz: "Es ist ein ganz normales Drittliga-Spiel, es geht um Punkte."

Härtel denkt über Verhoek nach

Gleichzeitig lässt Härtel die eigene Situation nicht außer Acht – mit nur vier Punkten aus vier Spielen sind die Rostocker mäßig in die Saison gestartet, die Aktionen auf dem Platz wirkten auch noch nicht rund. "Wir wissen, wie viele Punkte wir haben und wie wir in der Tabelle stehen. Aber jetzt nur zu sagen: Okay, wenn ihr das nicht gewinnt ist alles vorbei, da sind wir noch lange nicht", beugte der Trainer einem möglicherweise negativen Ergebnis vor. Doch daran wollte er zunächst nicht denken. "Die Großaspacher haben bei den absoluten Top-Klubs ein Tor gemacht, die muss man vielleicht sogar ernster nehmen als Stuttgart", sensibilisierte der Coach seine Mannschaft dafür aber wieder auf die kommende Aufgabe.

Aaron Opoku wird bei diesem Aufeinandertreffen wohl nicht nicht mitwirken können. "Er hat eine erweiterte Regenerationseinheit mitgemacht und das ohne Probleme. Wenn das über Nacht nicht schlimmer wird, trainiert er wieder mit", blickte Härtel voraus, um sich dann wieder dem aktuellen Personal zuwidmen – und da könnte John Verhoek eine Rolle spielen: "Es ist im Bereich des Möglichen darüber nachzudenken. Dass Verhoek noch nicht in der Lage ist, ein ganzes Spiel zu machen, das ist mir bewusst. Aber er könnte ein Kandidat für den Beginn sein." Die Situationen und Ansätze für ein erfolgreicheres Auftreten habe Härtel in den letzten Wochen gesehen, wenn auch nicht immer häufig – aber es sei vorhanden gewesen. Deswegen gilt: "Wir müssen bereit sein, alles auf den Platz zu lassen was im Körper drin ist."

   
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