Hansa zeigt Moral und überzeugt mit Kampf und Hilßner

Dank einer guten Moral und letztlich auch durch einen stark aufspielenden Marcel Hilßner konnte der F.C. Hansa Rostock einen 0:2-Pausenrückstand beim FSV Zwickau noch aufholen und sich zumindest einen Punkt erkämpfen.

"Ich wusste, dass ich jetzt bereit dafür bin"

Es war der Moment in der 75. Spielminute als sich Marcel Hilßner nach achtmonatiger Verletzungszeit bei seinem Startelf-Comeback selbst belohnte. Mit seinem letzten Ballkontakt vor seiner Auswechslung markierte der 23-Jährige den Ausgleich für die Kogge. "Ich sah Lukas Scherff schon an der Seitenlinie, der für mich kommen sollte", so Hilßner am "Telekom"-Mikrofon. "Mit meinen Kräften war ich so ziemlich am Ende, aber ich dachte nur: Da gehst du jetzt einfach nochmal rein und ziehst den Sprint an, was ja dann auch belohnt wurde."

Stark herausgespielt von den Rostockern und schwach verteidigt von den Gastgebern markierte Hilßner mit dem 2:2 nicht nur den Endstand, sondern auch einen der schönsten Tage seiner Karriere. "Es fühlt sich toll an. Ich wusste, dass ich jetzt bereit dafür bin. In den vergangenen Monaten habe ich viel trainiert. Dass das heute mit einem Tor klappt und wir noch einen Punkt mitnehmen, ist eine super Sache“, erklärte er überglücklich.

Dotchev mit dem Punkt "sehr zufrieden"

Der lange verletzte Linksaußen war einer der Aktivposten im Hansa-Spiel, welches gerade in der ersten Hälfte phasenweise gefällig aber nicht wirklich gefährlich wirkte. Vielmehr geriet die Kogge durch zwei schlecht verteidigte Standards ins Hintertreffen. "Wir haben uns bei den Ecken zu dumm angestellt und das Spiel so aus der Hand gegeben", analysierte Co-Trainer Uwe Ehlers bereits in der Halbzeitpause, aus der die Gäste dann aber furios starteten. So markierte Merveille Biankadi bereits in der 47. Minute seinen ersten Saisontreffer und zugleich den wichtigen Anschluss für den FCH, der somit den Glauben freisetzte, den Rückstand noch aufholen zu können.

"Wenn man 0:2 zurückliegt und am Ende 2:2 spielt, ist man natürlich mit diesem Punkt sehr zufrieden", analysierte Trainer Pavel Dotchev nach Abpfiff. "Es war eine umkämpfte Partie. Ich bin froh, dass sich meine Mannschaft fußballerisch gesteigert hat – ähnlich wie am Dienstag in Halle“, so der 53-Jährige, der "keinen schlechten Fußball" bei seinem Team sah. Auch wenn der letzte Hansa-Sieg bei den Westsachsen aus dem Jahr 1982 datiert, gingen die Rostocker am Ende wie gefühlte Sieger vom Platz. Denn obwohl vieles nicht rund lief, bleibt die große Moral, die an diesem Nachmittag einfach stimmte. In der Tabelle belegt die Kogge mit nunmehr 18 Punkten den achten Rang und hat vier Punkte Abstand auf die Aufstiegsränge. Nächsten Samstag geht es für Hansa mit einem Heimspiel gegen Fortuna Köln weiter.

 

 
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