Hansa vor Auftakt: Härtel will die "Tuchfühlung wahren"

Mit einem 2:0-Erfolg in Zwickau nach zuvor drei sieglosen Spielen verabschiedete sich Hansa Rostock in die kurze Winterpause, nun steht das Heimspiel gegen Unterhaching an. Cheftrainer Jens Härtel kündigte an, dass er mit seiner Mannschaft keinen anderen Fußball spielen will – nur erfolgreicher soll er werden.

"Haben den Dezember gesehen"

Im Durschnitt holte der F.C. Hansa Rostock im Kalenderjahr 2020 rund 1,63 Punkte pro Partie, was die Kogge saisonübergreifend in die Spitzengruppe der 3. Liga beförderte. Kaufen wollte sich Cheftrainer Jens Härtel in der ersten Pressekonferenz des neuen Jahres davon aber nichts: "Wir haben den Dezember gesehen und wir wissen, dass wir es besser machen wollen." Drei der vier Partien in der Weihnachtszeit verlor die Kogge, konnte sich aber trotzdem in Schlagdistanz zu den Spitzenteams halten – gerade mal zwei Punkte fehlen zu Rang zwei. Daran will der Coach anknüpfen: "Wir wollen oben dran bleiben, Tuchfühlung wahren und nicht unten reinrutschen." Daher sei es nun wichtig, "gut rauszukommen. Das kann Rückenwind geben".

Damit drei Punkte gegen Unterhaching in Rostock bleiben, "müssen wir unsere Ballverluste reduzieren", so Härtel. Zumal Haching zum Ende des vergangenen Jahres "eine gewisse Stabilität und Achse" gefunden haben. Diese besteht aber auch in Rostock, ergänzt wurde sie durch Simon Rhein und Lion Lauberbach. Doch deswegen will Rostock aber "nicht grundlegend anderen Fußball spielen". Verheißungsvoll kündigte Härtel an: "Sie sind beide Kandidaten, um in der Startelf zu stehen. Ob das direkt am Samstag der Fall sind wird, müssen wir sehen."

Weitere Transfers? "Keine ganz große Not"

Ob der Kader im Winter weiter verstärkt wird, hängt für den Coach auch mit den Ergebnissen und der personellen Situation der nächsten Spiele zusammen. "Die ganz große Not für weitere Transfers" sieht Härtel nicht, betonte aber, dass man die kommenden Tage und Woche abwarten werde. Klar ist aber: Es sollen positivere Ergebnisse folgen, als es noch im Dezember der Fall war. "Natürlich wollen wir auch guten Fußball spielen. Aber am Ende wollen wir Zählbares auf der Tafel haben", setzte Härtel als Marschroute fest.

Mit Max Reinthaler (Sehnenanriss), Nils Butzen (Schambeinreizung), Maurice Litka (Kreuzbandriss) und Björn Rother (Gelb-Sperre) werden vier Spieler zum Auftakt fehlen, hinter dem Einsatz von Lukas Scherff steht derweil noch ein Fragezeichen. Hoffnungen machen dagegen auch Spieler, die aus einem Formtief zurückkommen, wie Härtel erklärte: "Pascal Breier ist deutlich besser zurückgekommen und hatte eine neue Präsenz in den Trainingsspielen." Insgesamt will die Hansa-Kogge erst einmal an den positiven Lauf anknüpfen, um in Tuchfühlung mit der Spitzengruppe zu bleiben – denn dann ergeben sich Möglichkeiten: "Dann musst du stabil sein, wenn es um die Wurst geht."

 
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