Hansa: Starke Teamleistung ebnet zweiten Heimsieg

Rund 25 Jahre mussten die Fans des F.C. Hansa Rostock auf einen Heimsieg gegen den VfL Osnabrück im Ostseestadion warten. Am Freitag war es nun endlich soweit. Aber auch wenn sich das 2:0 auf dem Papier eindeutig liest, hingen die drei Punkte lange am seidenen Faden.

Starker Start der Rostocker

Die Erleichterung war riesig am Freitagabend – nicht nur bei den Fans der Kogge, sondern auch bei den Spielern des FCH. Nach dem Ausrutscher gegen Aufsteiger Jena hatte Trainer Pavel Dotchev unter der Woche eine Reaktion seiner Jungs gefordert. Wie schon zuvor angedeutet, nahm Dotchev in der Offensive einige Veränderungen vor. So fand sich Selcuk Alibaz nur auf der Tribüne wieder und Soufian Benyamina und Marcel Hilßner saßen auf der Bank. Für die drei rotierten Tim Väyrynen, Mounir Bouziane und Bryan Henning in die erste Elf. Die wiederum rasant startete: Schon in der 7. Minute war Oliver Hüsing zur Stelle. Der 1,93 Meter große Abwehrrecke köpfte präzise aus kurzer Distanz zum 1:0 ein. Mit der verdienten Führung begannen die Hanseaten das Spiel zu verwalten, viel passierte auf beiden Seiten nicht mehr bis zur Pause.

Zweite Halbzeit ging klar an die Gäste

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich das Bild, dass der Tabellenvorletzte die Partie zunehmend bestimmte und den Druck erhöhte. Osnabrück investierte viel, setzte alles auf eine Karte und war näher am Ausgleich als Hansa zum 2:0. Sie scheiterten einzig und allein an den zu wenig herausgespielten klaren Torchancen. Hansa hingegen unterliefen viele Fehler in der Vorwärtsbewegung, es häuften ein ums andere Mal Abspielfehler. "Das hängt mit dem noch fehlenden Selbstvertrauen zusammen. Das steckt in den Köpfen der Jungs“, erklärte Dotchev diesen Zustand. Dass lediglich gute Tormöglichkeiten nicht im Fußball ausreichen, um erfolgreich zu sein, bewiesen die Gastgeber in der Nachspielzeit. Der VfL, der nun samt Torwart auf das Tor von Janis Blaswich stürmte, verlor den Ball im Strafraum der Rostocker. Stefan Wannenwetsch leitete schnell einen Konter über den eingewechselten Hilßner ein, der das Laufduell gegen den zurückeilenden Gästekeeper gewann und in das leere Tor einschob – 2:0. Abpfiff.

Verdienter Sieg, da Einstellung und Moral stimmten

Entsprechend groß war die Freude sowohl auf dem Rasen als auch auf den Rängen. Seit dem 5:0-Heimsieg gegen Zwickau im September 2016 geizten die Hanseaten auf heimischem Geläuf mit Toren. Mehr als ein Jahr mussten die Hansa-Fans warten, um einen Sieg mit mehr als einem Tor bejubeln zu können. Und auch wenn die zweite Halbzeit klar an die Gäste aus Niedersachsen ging, war der Sieg verdient. "Wir haben mit Mann und Maus verteidigt. Jeder hat für jeden gekämpft“, erklärte Oliver Hüsing nach Schlusspfiff. Die Einstellung und die Moral, die gegen Jena noch fehlten, stimmten an diesem Abend. "Wir haben sehr viel Aufwand betrieben gegen eine engagierte Osnabrücker Mannschaft und wurden am Ende belohnt“, so Dotchev, der sichtlich zufrieden war: "Es waren zwei Teams auf dem Platz, die den Sieg verdient hätten, schlussendlich waren wir aber effizienter“, erklärte er und fügte hinzu, dass der Sieg dann "doch irgendwie verdient war, da wir zwei Tore gemacht haben und keines kassiert haben."

   
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