F.C Hansa und Rot-Weiß Erfurt: Last-Minute-Transfers geplatzt

Während Liga-Konkurrent SC Paderborn am letzten Tag der Transferperiode gleich doppelt auf dem Spielermarkt zuschlug, gingen Hansa Rostock und Rot-Weiß Erfurt trotz intensiver Suche jeweils leer aus. Nun richtet sich der Fokus auf vereinslose Spieler. 

Ademi und Widemann sagen Hansa ab

Seit Wochen bemühte sich die Kogge um die Verpflichtung eines Stürmers – letztlich vergeblich. Unter anderem streckte Hansa nach Informationen von liga3-online.de die Fühler nach Orhan Ademi (Eintracht Braunschweig) und Dominik Widemann (1. FC Heidenheim) aus, beide sagten jedoch ab. "Schade, wir haben bis zuletzt alles versucht", zitiert die "Bild" Trainer Christian Brand, der im Sturm nun vorerst mit Marcel Ziemer und Melvin Platje auskommen muss. Mit Soufian Benyamina steht zwar noch ein weiterer Angreifer im Kader, dieser fällt jedoch noch einige Zeit aus. Um diesen Ausfall zu kompensieren, könnte Hansa nun maximal noch einen vereinslosen Spieler unter Vertrag nehmen. Dieser müsste jedoch erst an das intensive Training und die Mannschaft herangeführt werden, sodass er keine sofortige Verstärkung wäre. Ohnehin bleibt Brand dabei: "Wir werden nur Leute holen, die uns 100 Prozent helfen."

Erfurt verliert Poker um Fennell – Suche geht weiter

Auch Rot-Weiß Erfurt wurde auf der Suche nach einem Ersatz für die verletzten Jens Möckel und André Laurito nicht fündig. Mit Royal-Dominique Fennell von den Würzburger Kickers waren die Gespräche zwar bereits weit fortgeschritten, doch der 27-Jährige entschied sich für einen Wechsel nach Halle. "Sportlich wäre Fennell eine absolute Verstärkung gewesen, aus wirtschaftlicher Sicht war jedoch das Risiko einfach zu groß", betont Manager Torsten Traub in der "Thüringer Allgemeinen". Was er meint: RWE konnte die von Würzburg geforderte Ablösesumme – laut der "Bild" 70.000 Euro – nicht zahlen. Auch die zuvor angedachten Transfers von Fabian Franke (wechselte von Wiesbaden nach Halle), Sascha Mockenhaupt (von Kaiserslautern nach Norwegen) und Tobias Willers (blieb in Osnabrück) ließen sich aus ähnlichen Gründen nicht realisieren. Dennoch gibt RWE nicht auf: "Wir setzen alles daran, noch einen Verteidiger zu holen – vielleicht auch einen derzeit vereinslosen", so Traub. Auf dem Markt wäre zum Beispiel Thomas Hübener, den Trainer Stefan Krämer noch aus seiner Zeit in Bielefeld und Cottbus kennt. Erfahrung würde der 34-Jährige zwar reichlich mitbringen, Spielpraxis allerdings nicht.

 
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