Hansa: Härtel zwischen Punktfreude und Personalsorgen

Erst gegen die jungen Bayern, danach ab nach Bayern: Der F.C. Hansa Rostock wird nach dem ersten Saisonsieg am Samstag in Unterhaching gefordert sein. Um den Strapazen etwas die Anstrengung zu nehmen, entschieden sich die Verantwortlichen für eine Fluganreise, sodass Trainer Jens Härtel die letzten Prozente aus seinen Spielern herauskitzeln kann.

"Einige haben nicht trainieren können"

Vor heimischen Publikum konnte der F.C. Hansa Rostock am Dienstagabend im dritten Anlauf den ersten Sieg der Saison feiern. Die jungen Bayern verlangten den Norddeutschen dabei allerdings auch einiges ab, die Kraftreserven in Rostock sind erschöpft. "Das Spiel hat schon ein paar Spuren hinterlassen: Einige haben nicht trainieren können, aber das ist erstmal eine reine Vorsichtsmaßnahme", ließ Cheftrainer Jens Härtel einblicken und sprach damit die Fragezeichen hinter Maximilian Ahlschwede, Julian Riedel, Tanju Öztürk und Pascal Breier an. Definitiv ausfallen wird wohl Aaron Opoku.

"Bei Aaron ist strukturell nichts zerstört, aber er hat ein größere Hämatom", erklärte Härtel den Fall, der bis auf Weiteres ungeklärt bleiben wird. Eine positive Personalgeschichte gab es dann aber auch, denn Nico Neidhart soll in Unterhaching durchaus wieder eine Option darstellen. Um weitere Regenerationszeit zu ermöglichen, werden sich die Rostocker eine Anfahrt per Bus sparen und den Flieger besteigen, um nach Oberbayern zu reisen. "Wir erhoffen uns schon, vom körperlichen Zustand ein paar Prozent mehr raushauen zu können", gab sich Jens Härtel optimistisch.

Härtel will flexibel bleiben

Wer letztendlich auflaufen würde, das wollte der Trainer zwei Tage vor dem Spiel nicht festlegen. "Wir müssen mal schauen und mit dem einen oder anderen sprechen, ob wir was wechseln oder etwas an der Grundordnung ändern", erklärte Härtel, der nach zwei Einsätzen in einem 4-5-1-System gegen die Bayern zur Dreierkette mit zwei Stoßstürmern wechselte. "Der Gegner lässt auch immer wieder eine andere Formation auflaufen, da müssen wir flexibel sein", hatte Rostocks Cheftrainer auch einen Blick auf die Aufstellungen der Unterhachinger geworfen, die variabel mit Dreier- und Viererkette agierten.

"Es geht schon immer darum, was für die Mannschaft am besten ist", stellte Härtel allerdings klar, dass es in erster Linie auf Fitness und Zusammenstellung der Spieler ankommt. Und dann wäre da noch die Psychologie: Rostock konnte gegen München den ersten Saisondreier holen, das 3:3-Unentschieden gegen Viktoria Köln schwebt aber immer noch in den hanseatischen Köpfen. Zumal mit Unterhaching ein Kontrahent wartet, der es sogar schon besser als die Viktoria machte – einen 2:4-Rückstand drehten die Oberbayern in einen 5:4-Sieg. "Dass die das Spiel innerhalb von sechs Minuten komplett gedreht haben, das werden wir der Mannschaft mit auf den Weg geben. Wir sind ja selbst ein gebranntes Kind", wollte Härtel möglichst das positive daraus ziehen. Bis Samstag (14 Uhr) hat er dafür noch Zeit.

   
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