Hansa Rostock gegen die „Lilien“: Ein Sieg ist Pflicht

Wenn der FC Hansa am Samstag um 14 Uhr (live auf ndr.de) auf die „Lilien“ aus Darmstadt trifft, sind die Vorzeichen auch von Fußball-Laien klar zu deuten. Die Rostocker brauchen einen Sieg gegen den, mit 17 Punkten aus 22 Spielen, ziemlich abgeschlagenen Tabellenletzten. Auch wenn Trainer Marc Fascher unter der Woche anderes verlauten ließ (Wir wollen gewinnen. Aber danach kommen noch 14 Spiele.“), so sind die Hanseaten am Samstag vor heimischem Publikum in der dringenden Bringepflicht, nach sieben Spielen endlich wieder dreifach zu punkten. Denn wer, wenn nicht die Mannschaft von Dirk Schuster, welche ihrerseits ebenfalls seit 6 Spielen nicht gewonnen hat, sollte der bessere Aufbaugegner sein? Vorsicht ist trotzdem geboten, gelang es den „Lilien“ doch am dritten Spieltag, den souveränen Münsteranern ein 2:1 und drei Punkte abzuluchsen.

 Wiedersehen mit Freddy Borg

Personell wird vor allem die Rückkehr von Ex-Rostocker Freddy Borg für Aufsehen sorgen. Der Schwede, vor einem Jahr in Rostock in Windeseile zum Publikumsliebling gekrönt und von einem Rostocker Rapper mit einem eigenen Lied beschenkt, verließ die sinkende Kogge nach dem Abstieg wie viele andere Spieler auch, wechselte aber nicht zu den finanzstärkeren Clubs in die zweite Liga oder ins Ausland, sondern zum klammen Konkurrenten nach Aachen, wo er sich in der Hinrunde nicht durchsetzen konnte und schließlich in Darmstadt anheuerte. Hier bestritt er am vergangenen Wochenende sein erstes Spiel gegen Wacker Burghausen, ohne Torerfolg. Auch wenn für ihn in dieser Saison insgesamt erst ein Tor zu Buche steht, so kennen die Rostocker die Qualitäten des Mittelstürmers, der seinerseits gegen seinen Ex-Club besonders motiviert sein wird, gilt er doch als letzte Hoffnung im Angriff der Darmstädter, die den Klassenerhalt noch lange nicht aufgeben wollen.

Verwirrungen um Rostocker Verletzte

Ehemalige Personalien sind unter der Woche aber nicht das einzige Thema beim Club von der Ostsee gewesen, auch die Verletzungen der Stürmer Nils Quaschner und Ondrej Smetana geben Rätsel auf. Wurde vor einigen Wochen noch von kurzfristigen Blessuren gesprochen, fallen beide nun auf unbestimmte Zeit aus. Eine Tatsache, die auch schon bei anderen Spielern für Verwirrung sorgte. Mohammed Lartey und Edisson Jordanov fielen nach wenigen Spieltagen ebenfalls „auf unbestimmte Zeit“ aus, immerhin von Jordanov konnte man zuletzt eine baldige Genesung vermelden, während Larteys Rückkehr weiterhin unbekannt bleibt. Dazu kommt der langzeitverletzte Stephan Gusche, der das Lazarett der Hanseaten komplettiert.

Berger, Wolf und Geenen ausgemustert

Verzichten muss Marc Fascher am Samstag zudem auf den zuletzt ausgebooteten Ken Leemans (5. Gelbe Karte) und Rechtsverteidiger Alex Mendy (Gelb-Rot in Chemnitz), welche beide gesperrt sind. Dafür kehrt Julien Humbert in den Kader zurück. Spannend dürfte die Entscheidung über der Ersatz für Mendy sein, nachdem Fascher unter der Woche den etatmäßigen zweiten Rechtsverteidiger Rick Geenen in die zweite Mannschaft degradierte, zusammen mit Dennis Berger und Patrick Wolf wird er sich im Sommer auf jeden Fall einen neuen Verein suchen müssen. Kandidaten sind Ben Zolinski oder eben Humbert. Bei den „Lilien“ fallen verletzungsbedingt die Spieler Rudi Hübner, Kacper Tatara, Musa Karli und Julian Ratei aus, hinter Ersatzkeeper David Salfeld steht aus Krankheitsgründen ein Fragezeichen, seinen Platz auf der Bank würde im Zweifelsfall wohl Torwarttrainer Dimo Wache (ehemals Mainz 05) übernehmen.

FOTO: Flohre Fotografie

   

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