Hansa leidlich zufrieden: "Punkt unter dem Strich gerecht"

Mit 1:1 trennte sich der F.C. Hansa Rostock am Sonntagnachmittag vom FSV Zwickau. Damit blieb die Kogge zum vierten Mal in Serie ohne Niederlage, verpasste es aber, nach den Erfolgen gegen Münster und Braunschweig den dritten Liga-Sieg in Folge einzufahren. Zu wenig für Hansa?

Zu viele Ungenauigkeiten

Keine drei Minuten waren gespielt, da schaffte Pascal Breier Historisches: Über Umwege landete der Ball genau vor den Füßen des Rostocker Offensivspielers, der nicht lang fackelte und abzog. Das Leder schlug ein, Hansa lag vorne und wollte nach dem 400. Tor seiner Drittliga-Geschichte mehr: Die Hausherren suchten mit viel Druck den Weg nach vorne. Doch aufrechterhalten konnte Hansa dieses Tempo nicht: "Das haben wir nur zehn Minuten geschafft", kritisierte Trainer Jens Härtel am "Telekom"-Mikrofon: "Dann hat sich Zwickau mit seiner Mentalität in dieses Spiel reingebissen und uns das Leben schwer gemacht."

Auch mit sich selbst haderte die Mannschaft von der Ostsee öfter: "Wir hatten zu viele katastrophale Ballverluste. Da arbeitest du dann hinterher", analysierte Härtel. Woher die Ungenauigkeiten rührten, konnte sich niemand so recht erklären: "Wenn wir es wüssten, würden wir es gerne ändern. Wir haben auch in der zweiten Halbzeit ordentlich angefangen, aber es hat einfach nicht so zusammengepasst heute. Es waren viele Missverständnisse dabei", befand Torschütze Pascal Breier nach dem Spiel: "Dadurch haben wir uns viele gute Möglichkeiten frühzeitig kaputt gemacht."

Elfmeter? "Wenn er nicht pfeift, ist es auch okay"

Auf der anderen Seite bekam Zwickau Aufschwung: Viteritti ließ Butzen geschickt aussteigen und knallte den Ball ins Eck (50.). Beide sollten später auf der anderen Seite nochmal im Fokus stehen: Butzen ging im Zwickauer Sechzehner zu Boden, wollte den Elfmeter. Der Schiedsrichter entschied auf Weiterspielen. Eine schwierige Entscheidung: "Er trifft mich auf jeden Fall auf dem Fuß. Ich hab einen Kontakt gespürt und den auch angenommen, da bin ich ehrlich", erklärte Butzen nach dem Spiel. Viteritti hingegen sah die Situation andersherum: "Er tritt eher mir gegen das Schienbein. Aber es gibt Schiedsrichter, die pfeifen das." Am Ende lenkte Butzen ein: "Wir treffen uns halt beide. Ein glasklarer Elfmeter ist es nicht."

Das sah auch Jens Härtel so: "Wenn er nicht pfeift, ist es auch okay", fand der Trainer, der das Remis eher in den Fehlern der eigenen Mannschaft begründet sah: "Es wäre nach vorne noch mehr drin gewesen, das haben wir verpasst in der Anfangsphase. Der Punkt ist unter dem Strich gerecht." Ein Fazit, dem sich auch Butzen anschloss: "Wir hätten den Sieg heute vielleicht nicht so verdient gehabt, wie letzte Woche. Zuhause will man immer gewinnen, dann ist man enttäuscht. Aber mit dem Punkt können wir leben." Nächste Woche gegen Mannheim soll aber wieder ein Dreier her: "Es werden viele Fans mitkommen und denen müssen wir was geben. Wir brauchen drei Punkte und dann sieht es auch in der Tabelle anders aus." Derzeit steht Hansa auf dem neunten Tabellenplatz mit sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsrang.

   
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