Hansa lässt Durchschlagskraft gegen Heidenheim vermissen

Auch im neuen Jahr wartet die Mannschaft des F.C Hansa Rostock weiterhin auf den ersten Heimspielsieg nach der Winterpause. Vor 11.000 Zuschauern in der heimischen DKB-Arena unterlagen die Gastgeber einem starken Team aus Heidenheim mit 0:1 (0:1). Die seit nunmehr dreizehn Spielen ungeschlagenen Tabellenführer festigten ihren Anspruch auf einen Aufstiegsplatz. Der F.C. Hansa Rostock verlor indes drei wichtige Punkte im Kampf um den Relegationsplatz und befindet sich mit 39 Punkten auf Platz vier der Tabelle der 3. Liga.

Spielentscheidung nach acht Minuten

Wie schon in den vergangenen Partien gegen den Vfl Osnabrück und die SpVgg Unterhaching kassierten die Rostocker abermals ein sehr frühes Gegentor. In der achten Minute erzielte Julius Reinhardt aus 18 Metern unhaltbar für Hansa-Keeper Jörg Hahnel sein erstes Saisontor für die Gäste. Die Hanseaten zeigten sich einmal mehr beeindruckt: viele Ballverluste und Ungenauigkeiten im Spielaufbau waren die Folge. "Das frühe Gegentor war sehr ungünstig für uns, zumal wir davor gewarnt waren, wie gern Heidenheim aus dieser Distanz abschließt“, stellte Trainer Andreas Bergmann nach der Partie fest. Im Spiel nach vorne lief daraufhin nicht mehr viel zusammen. Heidenheim kontrollierte die Partie weitestgehend. Die beste Chance vergab Tommy Gruppe, dessen Kopfball Gästekeeper Erol Sabanov parieren konnte.

Fehlende Durchschlagskraft gegen zu starke Gäste

Auch wenn die Hanseaten in der zweiten Hälfte noch einmal alles in die Waagschale warfen – es brachte keine Punkte. Heidenheim agierte clever, verteidigte offensiv und konnte brenzlige Situationen früh klären. Besonders herausragend hierbei die beiden Heidenheimer Innenverteidiger Tim Göhlert und Mathias Wittek, die auch vom Gästetrainer Frank Schmidt Sonderlob bekamen. Die Vorgabe in der Pause, sich überzeugter und präsenter in den Zweikämpfen zu zeigen, nahmen die Hanseaten nur bedingt an. "Mit den 1-2 Chancen in der zweiten Hälfte kannst du nochmal den Ausgleich machen, aber unterm Strich fehlte es heute einfach an der Durchschlagskraft. Heidenheim ist ein unheimlich effektives Team und ein eingespielter Gegner. Heute waren sie einfach zu stark für uns“, musste auch Andreas Bergmann sachlich anerkennen.

Debüt von Dennis Srbeny

Am Rande bleibt zu erwähnen, dass Dennis Srbeny von Hansas zweiter Mannschaft am Samstag sein Debüt bei den Profis gab. Das 19-jährige offensive Mittelfeldtalent, das seit Anfang Februar dauerhaft bei den Profis mittrainieren darf, hat offensichtlich einen bleibenden Eindruck beim Trainergespann hinterlassen. "Er ist unheimlich torgefährlich und warum sollte ich den Jungen nicht einfach mal reinschmeißen, so unbedarft wie er ist. Manchmal kann man auch so das Glück erzwingen“, so Coach Bergmann. Da durch den Ausfall von Schünemann (Rote Karte) und Kucukovic (Rückenprobleme) die Offensivalternative zum Ende des Spiels fehlte, bekam das junge Hansatalent seine Chance. "Und vielleicht konnte ich ihm ja auch somit das Gefühl geben: arbeite hart weiter an dir, dann kann immer was gehen."

Nach der Pleite gegen die Heidenheimer "können wir hoffentlich aus dem verlorenen Spiel lernen, was uns noch fehlt und woran wir noch arbeiten müssen". Andreas Bergmann hat dazu eine Woche Zeit, sein Team vorzubereiten und einzustimmen. Am kommenden Sonntag treffen die Hanseaten auswärts auf den Tabellenzehnten den SSV Jahn Regensburg.

FOTO: Sebastian Ahrens / rostock-fotos.de 

 

 

   

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