Hansa in Dresden: Brand fordert mutigen offensiven Auftritt

Am Samstag ist es wieder soweit: Im traditionsreichen Ost-Duell reist der F.C. Hansa Rostock nach Sachsen. Der Gegner ist kein geringerer als der unangefochtene Tabellenprimus Dynamo Dresden (Anstoß 14 Uhr, live im MDR). Es ist das Duell der derzeit formstärksten Teams.

Rund 30.000 Fans werden dann ihre Teams lautstark im DDV-Stadion unterstützen. Eine Kulisse, die schon manch anderen Kontrahenten in dieser Saison zur Verzweiflung getrieben hat. "Wir dürfen uns nicht in die Hose machen, wenn da ein paar Leute schreien, sondern müssen mental darauf vorbereitet sein“, lautet die Devise von Hansa-Trainer Christian Brand. Vielmehr sei genau dies der Anreiz und der Grund, warum ein jeder Fußball spiele. Und dass die Hanseaten Fußball spielen können, haben sie am vergangenen Spieltag beim 4:0-Erfolg über Wiesbaden bewiesen.

Ahlschwede: Wir wollen etwas mitnehmen

Beim Blick auf die Rückrundentabelle sieht die Verteilung der Favoritenrolle auch schon gar nicht mehr so eindeutig aus, als es der gegenwärtige Stand in der Tabelle hergibt. Die beiden formbesten Teams der vergangenen fünf Partien treffen an diesem Spieltag  aufeinander. "Fußball ist immer ein Momentum. Die Tabellenkonstellation ist gar nicht so ausschlaggebend, sondern eher der Augenblick – und da sind wir gerade gut drauf“, weiß auch Brand, der sowohl als Trainer als auch Aktiver noch nie in Dresden gespielt hat. Die Bilanz der Kogge gegen die Sachsen ist dabei noch ausbaufähig. Hansas letzter Sieg datiert aus dem Jahre 2011; überhaupt gewannen sie von den vergangenen 25 Begegnungen lediglich vier. Die Vorfreude auf dieses Duell ist dennoch groß. "Wir fahren dahin, um etwas mitzunehmen“, so Maximilian Ahlschwede. Mit Dynamos Eilers, Testroet und Co. wird der Rechtsverteidiger an diesem Nachmittag sicherlich gut beschäftigt sein. Keine unlösbare Aufgabe wie er findet: "Wir haben eine gute Defensive und schon elfmal zu Null gespielt. Gegen die starke Dresdner Offensive können wir bestehen“, sagte der 26-Jährige zuversichtlich.

Ziemer fehlt gesperrt

Ein interessantes Spiel erwartet  Brand, "wobei die Dresdner natürlich Favorit bleiben.“ Dass die Sachsen jedoch nicht unbesiegbar sind, haben sie gerade in den vergangenen zwei Partien bewiesen (1:1 gegen Stuttgarter Kickers, 0:0 gegen VfR Aalen). "Es ist nicht so, dass wir dahin fahren und uns verstecken wollen“, so Brand, der in dieser Partie Torjäger Marcel Ziemer aufgrund seiner fünften Gelben Karte ersetzen muss. Eine Mauertaktik werden die rund 2.300 erwarteten Hansa-Fans dennoch nicht sehen. Auch wenn Ziemer, mit fünf Toren zweitbester Torschütze, ausfällt, hält es Brand für nicht klug, "achtzig Minuten hinten drin zu stehen, um zu warten, dass der Gegner ein Tor schießt.“ Vielmehr erwartet der Hansa-Coach einen mutigen offensiven Auftritt. "Wir müssen Dynamo beschäftigen.“

 
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