Hansa: Dotchev warnt und appelliert an die zweite Reihe

In den kräftezerrenden Monat März startet der F.C. Hansa Rostock bereits am Freitagabend im Bremer Weserstadion gegen die Zweitvertretung des SV Werder (Anstoß 19 Uhr). Es ist das erste von insgesamt sieben Pflichtspielen, welches die Kogge im heißen März zu absolvieren hat.

"Jeder erwartet Sieg, aber so einfach wird es nicht!"

Auch wenn die Bremer seit nunmehr 22 Pflichtspielen auf einen Sieg warten, reisen die Hanseaten mit gehörigem Respekt an die Weser. Ein Selbstläufer ist nicht zu erwarten: Eher gleichen die Gastgeber einer "Wundertüte, denn wir wissen nicht, wie sie spielen und mit welcher Besetzung", warnte Hansa-Coach Pavel Dotchev am Donnerstag. "Vom Papier her sind wir natürlich die Favoriten und jeder erwartet einen Sieg von uns. Aber das wird nicht so einfach", so Dotchev, der dabei auch die eigenen Baustellen im Hinterkopf hat. Gleich vier Leistungsträger stehen dem 52-Jährigen nicht zur Verfügung. So fehlen unter anderem Kapitän Amaury Bischoff, Marcel Hilßner und Lukas Scherff verletzungs- bzw. krankheitsbedingt; Innenverteidiger Julian Riedel muss aufgrund seiner fünften gelben Karte passen. Ebenso angeschlagen ist Fabian Holthaus mit Adduktorenproblemen, die er sich in der Magdeburg-Partie zuzog.

Zweite Reihe ist gefragt

Ob er – wie in einigen Spielen zuvor – wieder für eine Überraschung in der Startelf sorgen wird, wollte Dotchev am Donnerstag jedoch nicht preisgeben. "Ich habe in der Tat ein zwei Überlegungen, die ich aber jetzt nicht verraten möchte.“ Fakt ist: Der Hansa-Coach muss aufgrund der Ausfälle umdisponieren – hierbei ist nun die zweite Reihe der Rostocker gefragt. "Auf sie kommt es jetzt an", fordert Dotchev. So haben gerade Mounir Bouziane, Selcuk Alibaz oder auch Christopher Quiring, die bislang nur unregelmäßig zum Zuge kamen, die Chance ihr Können in den nahenden wichtigen und vermutlich vorentscheidenden Englischen Wochen unter Beweis zu stellen.

Knackt Hansa den Auswärtsfahrerekord?

Auf lautstarke Unterstützung der weiß-blauen Anhängerschar kann die Kogge auch in Bremen bauen. Nicht nur dass die Partie im Weserstadion stattfindet, auch vom Fanaufkommen zeichnet sich eventuell ein neuer Rekord ab. Allein im Vorverkauf gingen über 3.000 Tickets über den Ladentisch – ein neuer Auswärtsfahrerrekord könnte am Freitag geknackt werden. Bislang hält diesen noch der 1. FC Magdeburg, den 4.300 Fans ebenfalls ins Bremer Weserstadion begleiteten. "Wir freuen uns natürlich über die große Unterstützung der Fans. Wenn wir dann noch ein positives Ergebnis erzielen, könnte es ein perfektes Wochenende werden", so Dotchev. Denn gewinnt Hansa in Bremen und holt Karlsruhe in Lotte zeitgleich nicht alle drei Punkte, rückt die Kogge auf Rang drei vor und nimmt diesen mit in das darauffolgende Spiel gegen Zwickau.

   
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