"Habe keinen Bock mehr": Mölders bricht TV-Interview ab

Groß war er, der Frust bei 1860 München nach dem 2:2 im Stadtduell gegen Türkgücü München. Vor allem Sascha Mölders reagierte nach der Partie sichtlich gereizt – und brach ein TV-Interview ab.

"Bin stocksauer"

Zweimal geführt, aber am Ende nur einen Punkt mitgenommen: Zufrieden waren die Löwen mit dem Unentschieden gegen den Aufsteiger nicht – auch, wenn sie in den letzten 30 Minuten nach einer roten Karte gegen Dennis Dressel in Unterzahl waren. "Wir wollten gewinnen – auch für unsere Zuschauer. Das ist uns nicht gelungen. Ich bin stocksauer", machte Mölders aus seiner Enttäuschung im Interview mit dem "Bayrischen Rundfunk" keinen Hehl.

Mit der roten Karte zeigte sich der Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:1 ebenfalls nicht einverstanden: "Egal ob das jetzt eine rote Karte ist oder nicht: Aber in so einem Spiel an der Mittellinie eine zu geben, ist sehr, sehr mutig."

"So einen Schmarrn habe ich noch nie gehört"

Auf die Frage, ob sich die Löwen nach zuletzt drei Unentschieden in Serie und vier sieglosen Spielen hintereinander in einer Krise befinden würden, meinte der 35-Jährige sarkastisch: "Wir haben eine Voll-Krise, natürlich. Weil wir sind 1860 München und müssen wahrscheinlich vorne weg marschieren. Also so einen Schmarrn habe ich ja noch nie gehört." Mölders redete sich nun in Rage: "Vor der Saison waren wir Abstiegskandidat Nummer 1. Jetzt stehen wir relativ gut da (Platz 4, d. Red.) und du redest von Krise. Ich habe keinen Bock mehr."

Mit diesen Worten brach der Löwen-Kapitän das Interview ab und verschwand. Trainer Michael Köllner war unterdessen "mächtig stolz" auf seine Mannschaft, beklagte aber eine fehlende Verhältnismäßigkeit in den Entscheidungen des Schiedsrichters.

 
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