Große Vorfreude beim FCK: "Sind richtig geil auf die Relegation"

Schafft der 1. FC Kaiserslautern nach dem verpassten Direktaufstieg den Sprung in die 2. Bundesliga über den Umweg Relegation? Am Freitagabend (20:30 Uhr) steigt gegen Dynamo Dresden das Hinspiel. Die Vorfreude bei den Roten Teufeln ist groß.

"Die Mannschaft ist intakt"

Genau eine Woche ist her, dass Dirk Schuster zum ersten Mal das Training leitete. Sein Eindruck von der Mannschaft sei "brutal positiv", wie er am Mittwoch auf der Pressekonferenz berichtete: "Ich habe eine Mannschaft vorgefunden, die brutal lernfähig ist." Der 54-Jährige sprach von "sehr guten" Trainingseinheiten und war sogar ein bisschen heiser: "Hier und da musste ich etwas lauter korrigieren." Allzu viel sei das aber nicht gewesen: "Die Mannschaft ist intakt", so die Wahrnehmung des früheren Aue-Trainers. Viel ändern werde er daher nicht – zumal eine "große Vorfreude" auf die Partie am Freitagabend zu spüren sei: "Wir sind richtig geil auf das Spiel."

Was Taktik und Ausrichtung angeht, wollte sich Schuster noch nicht in die Karten schauen lassen, kündigte aber einen "heißen Tanz" an. Um den Druck von den Spielern zu nehmen, betonte er wie schon bei seiner Vorstellung vor einer Woche, dass "wir nur gewinnen können" und sprach von "Bonusspielen". Entsprechend war Schuster abseits der Einheiten darauf bedacht, das Positive aus den letzten Monaten hervorzuheben. Auf dem Platz gelte es dann, cool zu bleiben und die Nerven zu bewahren.

Wie man eine Relegation erfolgreich bestreitet, stellte Schuster bereits vor acht Jahren mit Darmstadt 98 gegen Arminia Bielefeld unter Beweis: Nachdem das Hinspiel mit 1:3 verloren ging, setzte sich Darmstadt im Rückspiel auf höchst dramatische Weise mit einem Tor in der Nachspielzeit der Verlängerung durch und stieg damit in die Bundesliga auf. "Beim Gedanken daran bekomme ich noch immer ein Gänsehaut", blickte der 54-Jährige zurück.

Schuster warnt vor Dynamo

Bei den Spielen von Dresden in Karlsruhe und gegen Aue war Lauterns neuer Coach zuletzt persönlich im Stadion. Dabei habe er Dinge gesehen, "wie wir Dynamo wehtun können". Welche das sind, wollte der gebürtige Chemnitzer aber nicht verraten. Zudem warnte er davor, Dresden trotz der Serie von 17 sieglosen Spielen in Folge zu unterschätzen: "Auch wenn sie keine gute Rückrunde gespielt haben: Das ist qualitativ eine sehr gute Mannschaft. Das darf uns nicht täuschen."

Entscheidend sei die Willensstärke – sowohl in der Defensive, als auch vor dem gegnerischen Tor. Diesbezüglich sieht Schuster sein Team gerüstet, zumal die Fans das Team im Training zuletzt nochmal eingestimmt hätten: "Sie haben sehr gute Worte gefunden, die bei der Mannschaft gut ankamen." Am Freitagabend soll mit einem Heimsieg der Grundstein für das alles entscheidende Rückspiel am kommenden Dienstag gelegt werden. Dabei kann Schuster aus dem Vollen schöpfen, nur Lucas Röser (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) fehlt. Auch die Unterstützung von den Rängen ist den Roten Teufeln sicher: Mit 46.895 Zuschauern ist das Fritz-Walter-Stadion ausverkauft. Sie dürften der Partie ebenso wie der Trainer bereits entgegenfiebern.

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