Großaspach feiert höchsten Drittliga-Sieg der Vereinsgeschichte

Röttger, Thermann, Bösel, Fehr, Binakaj und Baku: Sechs Spieler, die für ein noch nie gesehenes Spektakel beim Dorfklub sorgten: Mit 6:0 fegte Großaspach über Rot-Weiß Erfurt hinweg. Es wäre der höchste Drittliga-Sieg in der Vereinsgeschichte der SG.

Alles funktioniert: SGS feiert sechs Torschützen

"Niemand ist da rein gegangen und hat gedacht, das geht von alleine", zeigte sich Trainer Hildmann am "Telekom"-Mikrofon stolz: Am Ende der Partie standen so viele Tore auf der SGS-Seite der Anzeigetafel, wie noch nie zuvor in der Drittliga-Historie des Vereins. Mit mehr als drei Toren Unterschied hatte Großaspach noch nie zuvor einen Gegner bezwingen können – gegen Erfurt schafften Sie die doppelte Anzahl.

Als Dosenöffner fungierte Timo Röttgers Führungstreffer: Der Stürmer, aktuell mit 24 Drittliga-Toren Anführer der historischen SG-Torschützenliste, überwand RWE-Keeper Klewin als erstes, Thermann durfte sich per Strafstoß als nächstes in die Scorer-Liste eintragen. Dasselbe galt erstmals auch für Sebastian Bösel, der seine Torpremiere auf kuriose Art feierte: "Dass ich mein erstes Tor so schieße, ist für mich ein bisschen symptomatisch", kommentierte der Torschütze zum 3:0 nach dem Spiel. "Ich komme relativ selten zum Abschluss, und bin dann, in Anführungsstrichen "so dumm" und laufe von der Mittellinie auf den Torwart zu, sehe, dass er aufziehen will, und dann stolper ich ihn irgendwie rein."

Fast so viele Tore, wie Gästefans

Nur wenige Minuten später durfte auch Fehr treffen, 4:0 stand es bereits zur Pause. Bei der SGS funktionierte alles: "Wir haben schon gewusst, dass Erfurt wahrscheinlich nicht das Selbstvertrauen hat, zurückzuschlagen, wenn wir früh in Führung gehen", so Bösel: "Dann fallen das 2:0, 3:0 und 4:0 – wir wussten schon in der Pause, in welche Richtung das hier gehen wird."

Die Richtung zeigte auch in der zweiten Hälfte ausschließlich auf das Erfurter Tor. Nachdem Binakaj das 5:0 machte, erzielte Baku auch noch das sechste. Ein historischer Sieg, der von der etwas überschaubaren Anhängerschaft des Dorfklubs mit einer Polonaise gefeiert wurde: Ganze sieben Sonnenhof-Anhänger hatten die Fahrt nach Erfurt angetreten, für die sich der Aufwand allerdings gelohnt hatte. Fast jeder von ihnen bekam ein persönliches Tor zu sehen: "Wir haben wenige, aber treue – wir sind nun mal ein kleiner Dorfklub", urteilte Trainer Hildmann: "Ich hoffe, dass das noch mehr wird. Aber ich freu mich für die mitgereisten Fans!"

Wenn Großaspach in der Zukunft annähernd ähnliche Ergebnisse erzielt, dürften die Fans von ganz alleine kommen. Die nächste Gelegenheit bietet sich schon unter der Woche: Dann wartet im Landespokal der TSV Ilshoven.

   
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