Glöckners Erkenntnis nach dem Sieg gegen Saarbrücken

Den Spitzenreiter im Südwest-Derby gestürzt und in die obere Tabellenhälfte geklettert: Nach Waldhof Mannheims beeindruckendem 4:1-Erfolg gegen den 1. FC Saarbrücken strahlten die Augen von Buwe-Trainer Patrick Glöckner geradezu vor Glück.

"Ein schöner Sieg“

"Das war ein schöner Sieg“, fasste der Coach auf der Pressekonferenz mit einem verzückten Dauerlächeln den starken Auftritt seiner Mannschaft gegen das bisherige Überraschungsteam der Saison zusammen. Bedeutsamer noch als der dritte Sieg in den fünf vergangenen Spielen ohne Niederlage (elf Punkte) war Glöckner aber vor allem eine Erkenntnis: "Die Art und Weise unserer Entwicklung ist wichtig. Bei uns laufen gute Prozesse.“

Tatsächlich lieferten seine Spieler gerade auch wegen des frühen Rückstands nach 15 Minuten "gute Indizien", wie Glöckner die Wende der Begegnung am "MagentaSport"-Mikrofon bezeichnete, für kontinuierliche Fortschritte. "Der Gegner hat uns mit seinen zwei Sechsern zunächst überrascht. Aber die Mannschaft hat es nach 25 Minuten verstanden, die vorgenommenen Änderungen umzusetzen", lobte der SVW-Coach die taktische Flexibilität seiner Elf nach dem Systemwechsel. "Wir hatten zuerst gar keinen Zugriff und waren immer einen Schritt zu spät. Danach haben wir aber Saarbrückens enge Passfolgen unterbunden und haben dadurch mehr Selbstvertrauen und spielerische Lösungen gefunden", analysierte Glöckner den Spielverlauf.

Der Dosenöffner zum klaren Erfolg war der zwischenzeitliche Ausgleich durch Dominik Martinovics fünftes Saisontor (24.). "Danach“, stellte Glöckner fest, "hatten wir eine extrem breite Brust. Man hat gemerkt, dass sich unser Spiel immer dann trägt, wenn die Defensive stabil ist und die Offensive mehr Freiheiten hat. Dadurch waren wir in der Lage, gute Situationen zu kreieren.“ Nach dem Seitenwechsel sorgten Joseph Boyamba (49.) und erneut Martinovic (59.) für die Entscheidung, ehe Marcel Costly (85.) den Schlusspunkt setzte.

Martinovic: "Wir gehören nicht ins Mittelfeld“

"Doppelpacker“ Martinovic wertete den Sieg auch als ein Statement an die Konkurrenz: "Wir sind eine hungrige Mannschaft und wollten zeigen, dass wir nicht ins Tabellenmittelfeld gehören", unterstrich der 23 Jahre alte Deutsch-Kroate die Ambitionen seines Teams.

Bestätigen können die Badener ihre Ansprüche im Nachholspiel am Dienstag bei Schlusslicht SV Meppen. Die Diskrepanz zwischen Mannheims häufigen Torfestivals in Heimspielen mit schon 22 Treffern und der mauen Ausbeute von gerade einmal erst drei Auswärtstoren bereitet Glöckner vor dem Trip ins Emsland, wo sich seine Mannschaft in Schlagdistanz zum Relegationsplatz bringen kann, jedoch nur wenig Kopfzerbrechen: "Wir versuchen, immer gleich zu spielen. An den Zuschauern kann es ja auch nicht liegen. Erklären kann ich es nicht, aber darüber denke ich auch nicht nach."

   
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