Gelingt Hansa Rostock in Karlsruhe die Wende?

War die Partie zwischen dem Karlsruher SC und dem F.C. Hansa Rostock noch vor ein paar Wochen eine richtungsweisende in Sachen Aufstiegsambitionen für beide Clubs, so ist sie am 34. Spieltag nur noch für den Gastgeber – derzeit Tabellenvierter – relevant.

Dotchev: Wollen kein Spiel nach Vorschrift ableisten

Es geht um viel bei den Aufstiegsaspiranten aus Karlsruhe. "Sie werden ordentlich motiviert sein, denn es geht bei ihnen noch um sehr viel. Sie können noch Dritter werden“, erklärte Trainer Pavel Dotchev am Freitag. Die Hanseaten, bei denen es nur noch um die goldene Ananas geht, wollen am Sonntag auf keinen Fall ein Spiel nach Vorschrift ableisten. "Das wäre fahrlässig", mahnt Dotchev. Der 52-Jährige setzt hierbei auf den Rückenwind aus dem gewonnenen Viertelfinale des Landespokals in der Woche. "Diese Partie hat gezeigt, dass die Mannschaft hungrig ist und die Einstellung stimmt." Nur so könne man gegen die Karlsruher bestehen, die vor der Niederlage in Magdeburg eine außergewöhnliche Serie von 21 Spielen ohne Niederlage hingelegt haben.

FCH plagen erhebliche Personalsorgen

"Sie sind ein Spitzenteam und es wird enorm schwierig werden", so Dotchev, der die rund 1.500 erwarteten Hansa-Fans trotzdem nicht enttäuschen will. "Wir werden in aller Frühe starten, damit wir vor Ort nochmal trainieren und uns optimal vorbereiten können." Dennoch plagen die Kogge einige Verletzungssorgen. Neben den Langzeitverletzten Marcel Ziemer und Marcel Hilßner fallen auch Willi Evseev, Stefan Wannenwetsch und Mounir Bouziane aus. Ein großes Fragezeichen steht außerdem hinter dem Einsatz von Oliver Hüsing, der wie auch Fabian Holthaus schon im Landespokal am Dienstag passen musste. Defensivmann Vladimir Rankovic steht aufgrund seiner fünften gelben Karte ebenso nicht zur Verfügung.

Kann Hansa Auswärtsbilanz gegen den KSC aufbessern?

Trotz des enorm geschrumpften Kaders hat Pavel Dotchev jedoch weiterhin Vertrauen in die Qualität der Mannschaft. "Wir sollten die selbstbewusste Einstellung haben, dorthin zu fahren, um zu gewinnen." Auch die Auswärtsbilanz der Rostocker in Karlsruhe schreit derweil nach einer Verbesserung. Von zwölf Pflichtspielen im Wildparkstadion gewannen die Hanseaten lediglich zwei. In vermutlich bester Erinnerung bleibt jedoch das legendäre 4:4 im November 2006, als die Kogge (damals 2. Bundesliga) hoffnungslos mit 1:4 zurücklag und kurz vor dem Ende eine furiose Aufholjagd startete.

   
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