Gegen Hansa Rostock: VfL Osnabrück will weiter nachlegen

Nach drei Spieltagen kann man bei der Begegnung zwischen dem VfL Osnabrück und dem F.C. Hansa Rostock mit Sicherheit bereits schon von einer Partie mit höherem Niveau sprechen. Der VfL, seinerseits überraschend mit drei Siegen und null Gegentoren aus den ersten drei Spielen gestartet, trifft am 4. Spieltag in der heimischen osnatel ARENA auf den F.C. Hansa, der letztes Jahr noch vor dem finanziellen Aus stand und nach dem diesjährigen Saisonstart bereits sieben Punkte auf dem Konto hat – und den Aufstieg anvisieren will. Am Samstag (14.00 Uhr) treffen die beiden aktuellen Spitzenteams in Osnabrück aufeinander.

Nach Pokal-Aus an alte Leistung anknüpfen

Nach drei Siegen in Folge in der Liga und dem Pokal-Sieg gegen Erzgebirge Aue brach in Osnabrück – zugegebenermaßen nicht ganz zu Unrecht – eine Euphorie um die völlig neu formierte Mannschaft von Neu-Coach Maik Walpurgis aus, dass man denken konnte, die Lila-Weißen sind auf dem Weg in die 2. Bundesliga. Trainer und Spieler betonten immer wieder, dass auch schlechte Zeiten kommen werden – und einen ersten Dämpfer gab es nun bereits unter der Woche im Landespokal. Gegen den Regionalligisten SV Wilhelmshaven mussten sich die Osnabrücker am Ende mit 1:2 geschlagen geben. Zwar war das Team von Trainer Walpurgis im Vergleich zum 2:0-Sieg am vergangenen Wochenende gegen den SV Darmstadt 98 auf sieben Positionen verändert, dennoch hätte man mehr erwarten können. Um sich jetzt noch für den nächstjährigen DFB-Pokal zu qualifizieren, muss der VfL mindestens Platz 4 erreichen – Priorität hat nun also die Liga, und in genau der geht es am Samstag weiter. Die Lila-Weißen wollen nach dem verpatzten Pokalauftritt an die letzten mehr als überzeugenden Leistungen in der 3. Liga anknüpfen und im zweiten Heimspiel der Saison dem eigenen Publikum beweisen, dass neun Punkte und 6:0 Tore aus drei Spielen eben doch nicht von ungefähr kommen.

Hoffnungsträger Ioannidis soll auch in Osnabrück treffen

Auch der F.C. Hansa Rostock startete ohne Niederlage in die neue Drittliga-Spielzeit. Musste sich der diesjährige Aufstiegsanwärter im ersten Spiel noch mit einem torlosen Unentschieden gegen Aufsteiger Holstein Kiel begnügen, folgten gegen Elversberg und Stuttgart II zuletzt zwei Siege und damit Platz 4 in der Tabelle. Im über weite Strecken überzeugenden Auftritt im letzten Spiel gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart machte allen voran ein Mann auf sich aufmerksam: Nikolaos Ioannidis, 19-jähriger von Olympiakos Piräus ausgeliehener Stürmer. Der Grieche traf zum zwischenzweitlichen 2:1 und feierte damit einen Traumeinstand in Rostock. Für Ioannidis und die Rostocker soll es in Osnabrück nun ähnlich weiter gehen, dass dieses Vorhaben aber schwer werden dürfte, ist auch Hansa-Trainer Andreas Bergmann bewusst: "Es kann ein intensives und enges Spiel werden, wo wir unser aktuelles Leistungsvermögen unbedingt abrufen müssen, wenn wir erfolgreich sein wollen", sagte er auf der Vereinshomepage. Er sei selbst überrascht, wie gut die Osnabrücker in die Saison gestartet sind, aber mit dem Kader sei es ohnehin zu erwarten, dass der VfL oben mitspielen wird. Die Startaufstellung will Bergmann nach eigenen Aussagen zum vierten Mal in Folge unverändert lassen.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko

Die Begegnung zwischen Osnabrück und Rostock, die am kommenden Samstag um 14.00 Uhr an der Bremer Brücke angepfiffen wird, wurde von der Polizei als "Spiel mit erhöhtem Sicherheitsrisiko" eingestuft. Auf die Besucher der Partie kommen daher ein paar Veränderungen rund um das Spielgeschehen zu, die unter anderem auf der Internetseite des VfL einzusehen sind. Die Osnabrücker rechnen am Samstag mit gut 11.500 Zuschauern, rund 1.300 Fans dürften die Rostocker Mannschaft begleiten. Außerdem überträgt der Norddeutsche Rundfunk (NDR) die Begegnung live im TV und im Internet auf ndr.de.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Osnabrück: Heuer Fernandes – Pisot, Stadel, Neumann, Dercho – Feldhahn, Merkens – Nagy, Hohnstedt – Spann, Iljutchenko

Rostock: Brinkies – Mendy, Ruprecht, Pelzer, Radjabali-Fardi – Haas, Pekovic – Jakobs, Blacha – Savran, Plat

FOTO: Flohre Fotografie

   
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