Geduld ist die neue Tugend der SG Dynamo Dresden

Es war ein wahres Fußballfest am Donnerstagabend im Stadion Dresden. Die SG Dynamo machte es trotz spielerischer Überlegenheit lange spannend, ließ die Gäste aus Erfurt an einem Unentschieden schnuppern, entschied den Ostklassiker am Ende jedoch mit 3:1 für sich und grüßt vorerst von der Tabellenspitze der 3.Liga.

Die knapp 28.200 Zuschauer waren gut beraten, Herztropfen bei sich zu haben. Denn trotz klarer Überlegenheit der Hausherren, hatten die Erfurter bis in die Nachspielzeit die Chance auf ein Remis. Schon in der ersten Halbzeit hatten die Dresdner das Geschehen bestimmt, vergaßen aber das Tor zu schießen – stattdessen traf man zweimal das Aluminium. Die Neuhaus-Elf ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und entfachte weiter Druck. Zur Halbzeitpause sollte dennoch ein torloses Remis von der Anzeigetafel prangen.

Dynamo ließ sich nicht aus der Ruhe bringen

Als in der 48. Minuten Pascal Testroet auf Vorlage von „Lumpi“ Lambertz das 1:0 erzielte, glich das Dresdner Stadion einem Hexenkessel. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt längst überfällig. Doch nun verpassten die Dresdner den Sack endgültig zuzumachen. Stattdessen wachten die Gäste nochmals auf und kamen durch ein artistisches Tor von Kammlott zum Ausgleich. Das hatte gesessen. Doch anders als noch in der vergangenen Saison brach die Dynamo-Mannschaft nicht zusammen, zeigte vielmehr dass sie gereift ist, spielte unbeeindruckt weiter und suchte den Weg zum Siegtreffer. Neuzugang Aosman nagelte drei Minuten vor dem Ende den Ball zum 2:1 in die Maschen. In der Nachspielzeit traf Erfurt nur den Pfosten und Justin Eilers machte nach einem Konter alles klar (3:1).

Ordentliche Frühform

Die Dresdner Fans sahen einen hochverdienten Heimsieg ihrer Mannschaft. Diese machte es jedoch lange Zeit spannend. Die Neuhaus-Elf beeindruckte mit ihrer geduldigen Spielweise und bewahrte auch in hitzigen Situationen die Ruhe. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Noch in der Vorsaison hätte die Mannschaft solch ein Spiel wohl verloren. Die Abwehr um Hefele und Modica macht einen sehr guten Eindruck. Im Mittelfeld sorgen Hartmann und Lambertz für die nötige Ruhe und Übersicht am Ball. Dennoch muss Trainer Neuhaus weiter am Zusammenspiel der Mannschaft arbeiten. Einige Abstimmungsprobleme gilt es noch abzustellen. Das aber am 3.Spieltag noch nicht alles perfekt harmoniert, sollte verständlich sein. In jedem Fall ist die Sportgemeinschaft auf einem guten Weg und in einer ordentlichen Frühform.

 

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