Führungskrise beim FCK eskaliert – Calmund ein Thema?

Schon seit Monaten ist die Führungsspitze beim 1. FC Kaiserslautern gespalten, mit den Rücktritten von drei weiteren Aufsichtsräten am Dienstagabend ist die Lage nun eskaliert. Der Weg für einen Neuanfang ist frei, mehrere Szenarien sind möglich.

Fuchs vorerst weiter im Amt

Erst Jürgen Kind und Paul Wüst, nun Bruno Otter, Patrick Banf und Jochen Grotepaß: Innerhalb von zehn Tagen ist der komplette Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern, der schon seit längerer Zeit gespalten ist, zurückgetreten – um den Weg für einen Neuanfang freizumachen, wie es in einer Erklärung heißt.

Zwar bleibt das Trio, das durch den Rücktritt wohl einer Abwahl zuvorgekommen ist, bis zur Nachwahl des Gremiums kommissarisch im Amt, doch das einzig verbliebene Mitglied im Aufsichtsrat ist nun Fritz Fuchs, der für Jürgen Kind nachgerückt war. Wolfgang Rotberg, der als Nachrücker für Paul Wüst vorgesehen war, wird das Mandat nach "Rheinpfalz"-Angaben derweil nicht annehmen.

Nach- oder Neuwahl?

Unklar ist noch, ob es auf der nun verschobenen Mitgliederversammlung zu einer Nach- oder einer Neuwahl des Aufsichtsrats kommt. Komplett neugewählt werden kann das Gremium nur, wenn auch Fuchs sein Amt wieder niederlegt. Ansonsten werden die vier verbliebenen Plätze im Aufsichtsrat per Nachwahl besetzt, wie "Der Betze Brennt" berichtet.

"Das ist jetzt eine ganz neue Situation. Darüber muss ich erstmal eine Nacht schlafen und werde mich morgen mit meinem Anwalt über alles weitere beraten", äußerte sich Fuchs am Dienstagabend gegenüber dem Online-Magazin. Für die nun frei gewordenen Plätze hatte sich bereits am vorletzten Sonntag eine Gruppe mit dem früheren Weltschiedsrichter Markus Merk, Ex-FCK-Profi Martin Wagner, dem früheren FCK-Vorstand Rainer Keßler und Martin Weimer (langjähriger Vorstand beim SC Freiburg) angeboten.

Calmund und Toppmöller im Gespräch

Laut der "Rheinpfalz" sollen aber auch Reiner Calmund und Klaus Toppmöller als Kandidaten von Investor Flavio Becca im Gespräch sein. Während Calmund als langjähriger Manager von Bayer Leverkusen ohne FCK-Vergangenheit ist, war Toppmöller zwischen 1972 und 1980 als Spieler für die Roten Teufel aktiv und ist nach wie vor Rekordtorschütze der Pfälzer. Schon Ende 2007 war der 68-Jährige zudem Mitglied des Aufsichtsrats und für die sportliche Leitung verantwortlich, legte sein Amt nach nur sechs Wochen aus persönlichen Gründen aber wieder nieder. Es war seine bisher letzte Station im Fußball-Geschäft.

Klar ist: Es kündigen sich spannende Woche an beim FCK. Auch mit Blick auf Becca, der den Vertrag über seinen Einstieg beim FCK noch nicht unterschrieben hat. Der Luxemburger will erst abwarten, wer künftig an der Spitze des Vereins steht. Eine schnelle Antwort darauf wird es allerdings wohl nicht geben.

   
  • ironimus

    Jetzt sollen es also Calli Calmund und Klaus Toppmöller von Beccas Gnaden richten. Was soll das bringen? Toppmöller ist ja schon mal nach ein paar Wochen davongelaufen und Calmund ist höchstens noch für ein paar Späßchen in TV-Sendungen, wo der geistige Flachpass dominiert, brauchbar. Der FC K wird immer mehr zum FC Chaos.

    • fgreiner

      Da ist mir die Gruppe um Markus Merk um einiges lieber.Der Investor hat noch keinen einzigen Cent Eigenkapital geleistet stellt aber Ansprüche.

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