"Fühlst dich einfach nur hilflos": Antwerpen erneuert Schiri-Kritik

Die Schiedsrichter-Leistungen in der 3. Liga bleiben ein Dauerthema in dieser Saison. Beinahe an jedem Spieltag kritisieren Trainer und Spieler im Nachgang einer Partien die Leistungen der Unparteiischen. Auch Münsters Trainer Marco Antwerpen war zuletzt schlecht auf die Schiedsrichter zu sprechen.

Pleite in Karlsruhe noch nicht verarbeitet

Am vergangenen Spieltag kassierte der SC Preußen Münster eine herbe 0:5-Klatsche in Karlsruhe, musste den nächsten Dämpfer im Aufstiegsrennen hinnehmen. Trainer Marco Antwerpen hatte in dieser Woche Probleme, das Spiel abzuhaken: "Dabei hat das Ergebnis keine Bewandtnis. Viel schlimmer ist, dass die Schiedsrichter gerade über unsere Spiele und Saison mitentscheiden", äußerte sich der 47-Jährige in einem Interview mit der "Bild" und fügte an: "Drei derart deutliche Fehlentscheidungen in nur 10 Minuten wie in Karlsruhe kann keine Mannschaft psychologisch verarbeiten. Da fühlst du dich als Trainer einfach nur hilflos…".

Bereits elfmal wurden die Westfalen in dieser Saison benachteiligt. So oft wie kein anderer Verein in dieser Liga. Antwerpen ist davon einfach nur noch genervt: "Ich finde nur, dass die Schiedsrichter nicht Hauptbestandteil der Spiele sein sollten." Deren Aufgabe sei "es, sie zu regeln. Doch – gerade auf uns bezogen – haben sie zuletzt viel zu oft die Spiele negativ beeinflusst."

Mit etwas mehr Glück bei den Schiedsrichter-Entscheidungen würde der SCP wohl besser dastehen in der Tabelle. Dennoch spielt die Mannschaft als Tabellensechster mit 29 Punkten noch immer eine Rolle im Aufstiegsrennen, auch wenn der Abstand auf Rang drei zuletzt auf fünf Punkte anwuchs. Auch deshalb soll im Kader nun der nächste Schritt folgen: "Wir sind an einem Punkt, an dem wir die Mannschaft weiterentwickeln und versuchen wollen, oben dran zu bleiben. Das gelingt nur mit Verstärkungen. Die Mitbewerber werden in der Winterpause definitiv nicht schlafen."

Antwerpen lässt Zukunft offen

Dies soll mit einem Stürmer und einem defensiven Mittelfeldspieler gelingen. Doch noch ist die Suche ohne Erfolg, wie er der Zeitung verriet. Sollte es an fehlendem Geld liegen, "müssen frische Gelder akquiriert werden. Gerade jetzt, wo es bislang sportlich positiv für uns gelaufen ist, sollte da doch etwas möglich sein", fordert Antwerpen. Dass Spieler den Verein im Winter verlassen, sei nicht ausgeschlossen, doch "meines Wissens nach liegen keine Anfragen vor. Im Sommer wird’s garantiert schwerer, unsere Leistungsträger zu halten."

Ob es dem Verein gelingen wird, ihn nach Auslauf seines Vertrages im Sommer 2019 zu halten, ließ Antwerpen noch offen. Gespräche gab es noch keine: "Ich bin nicht in der Position, um auf den Verein zuzugehen. Entweder, er ist mit meiner Arbeit zufrieden und meldet sich bei mir – oder eben nicht…"

 

   
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