Zwickau gewinnt Ostduell in Halle – Ingolstadt und FCS patzen

Befreiungsschlag im Tabellenkeller für den FSV Zwickau! Die Westsachsen setzten sich mit 2:0 beim Halleschen FC durch und stehen nun über dem Strich, während der HFC auf den vorletzten Rang zurückfällt. Im Derby zwischen Meppen und Oldenburg gab es ein 1:1, Meppen bleibt damit Letzter und ist nun seit 16 Spielen sieglos. Während der VfL Osnabrück mit 2:1 in Duisburg gewann und damit den fünften Sieg in Folge feierte, patzten der 1. FC Saarbrücken (0:2 beim SC Verl) und der FC Ingolstadt (0:1 in Bayreuth) jeweils auswärts. Aue und Freiburg II trennten sich torlos. 

Halle 0:2 Zwickau: FSV überholt den HFC in der Tabelle

Im Kellerduell hatten die Hausherren mehr Ballbesitz, die Schwäne hingegen konzentrierten sich auf eine stabile Defensive. Wirklich gefährlich wurde es zunächst aber nicht. Das änderte sich nach 18 Minuten, als der FSV mit der ersten Chance in Führung ging. Baumann wurde angespielt, nahm sich aus 20 Metern ein Herz und hämmerte die Kugel in die Maschen. Die Schwäne waren damit extrem effizient, der HFC, der gut gestartet war, lag auf einmal hinten. In der Folge waren die Westsachsen etwas präsenter, die Hallenser brauchten einen Moment, um sich zu fangen und wieder in die Partie zu finden. Doch das Feuer war weiterhin in der Partie. Nach einer Rudelbildung sahen Nietfeld und Frick die gelbe Karte. Kurz vor der Pause kamen die Zwickauer noch zu einer Kontersituation, Göbel hatte aber nicht den Blick für die Kollegen und vergab die Chance (45.+1).

Früh im zweiten Durchgang wurde viel diskutiert, nachdem Jansen zu spät gegen Zimmerschied kam, aber keine gelbe Karte sah. Glück für den Zwickauer, denn er war schon verwarnt, hätte vom Platz gemusst. Eine Stunde war vorbei, als es im FSV-Strafraum mal wieder gefährlich wurde. Nach einer Hereingabe verpasste Nietfeld den Ball knapp mit dem Kopf und damit eine gute Chance für den HFC. Doch den Hausherren fehlte es einfach an der nötigen Kreativität, um ernsthaft eine Chance auf den Ausgleich zu haben. Stattdessen erzielte Winkler fast ein Eigentor, als er über den Ball schlug und die Konzentration seines Torhüters testete (69.). Doch Halle wurde noch mal richtig gefährlich: Bolyki zog ab, doch Brinkies parierte stark (75.). Drei Minuten später war Brinkies wieder zur Stelle, klärte auch gegen Gayret mit dem nächsten Schuss. Der Nachschuss von Bolyki wurde auf der Linie geklärt. In der letzten Spielminute sorgte Baumann mit seinem zweiten Tor des für die Entscheidung zum 2:0. Halle, nun seit fünf Spielen sieglos, rutscht damit auf den vorletzten Platz ab, liegt zwei Zähler hinter dem rettenden Ufer. Dort steht nun der FSV Zwickau, der erstmals nach vier Partien wieder gewinnen konnte. Für den HFC geht es am Samstag zum nächsten Ost-Derby nach Dresden. Zwickau empfängt Meppen.

Meppen 1:1 Oldenburg: Sieglos-Serie des SVM hält an

Von Beginn an war der SVM aktiver, hatte mehr vom Spiel und belohnte sich nach elf Minuten dafür. Ein Einwurf wurde von Pourié verlängert und landete letztlich bei Dombrowka, der zur Führung traf. Im Gegenzug hatten die Gastgeber Glück, dass ein Zupfen gegen Wegner im Strafraum nicht gepfiffen wurde. Doch die Freude der Meppener hielt nur zehn Minuten an, auch wenn die Drangphase der Hausherren groß war. Nach einem Eckball schraubte sich Wegner hoch, köpfte den Ball zum Ausgleich ein (21.). Und nur zwei Minuten später hätte die Krämer-Elf fast zurückgeschlagen: Eine Hereingabe von Kraulich köpfte Vogt an die Latte (23.). Beide Teams zeigten auch bis zur Pause viel Wille und Einsatz, boten den Zuschauern ein unterhaltsames Duell. In der 41. Minute bekamen die Hausherren noch mal eine gute Chance. Faßbender kam an den Ball und zog ab, Steurer klärte zunächst, Dombrowka kam aber erneut zum Abschluss, der Ball wurde aber noch geblockt.

Nach dem Seitenwechsel hatte Meppen optisch mehr vom Spiel, beiden Teams fiel jedoch erst einmal nichts ein, um die gegnerische Defensive in Bedrängnis zu bringen. Der Spielfluss des ersten Durchgangs war fort. Beide Trainer nahmen deshalb Mitte der zweiten Halbzeit Wechsel vor, um neuen Schwung zu entfachen. Und kam der Ball mal gefährlich durch, stand das Aluminium im Weg! Ein Schuss von Janssen landete am Innenpfosten (72.). Den Meppenern hilft das Unentschieden nicht weiter, sie sind nach dem 16. sieglosen Spiel in Folge weiterhin Letzter und vier Punkte hinter dem rettenden Ufer. Oldenburg als 15. hat einen Punkt mehr als der erste Abstiegsplatz. Die Emsländer gastieren am Samstag in Zwickau. Oldenburg misst sich am Sonntag mit 1860.

Duisburg 1:2 Osnabrück: VfL holt fünften Sieg in Folge

Es ging gleich gut los für die Hausherren. Ein Rückpass auf Keeper Kühn war zu kurz, dessen Klärungsversucht landete am Bein von Hettwer, der Ball ging aber am leeren VfL-Tor vorbei (1.). Die erste gute Gelegenheit für die Lila-Weißen gab es nach elf Minuten. Mai verlor den Ball an Engelhardt, der jedoch zu lange mit einem Pass auf Simakala wartete. So konnte Braune den Pass noch abfangen. Nach 18 Minuten ging der VfL mit der ersten guten Aktion in Führung. Kleinhansl kam 19 Meter vor dem Tor an den Ball, flankte diesen nicht in den Strafraum, sondern schoss stramm in den Knick. Nach 31 Minuten lag der Ball erneut im MSV-Kasten, doch Engelhardt stand im Abseits. Zwei Minuten später traf der Angreifer die Latte – Glück für die Zebras. Wieder nur drei Zeigerumdrehungen später war es dann aber so weit: Ein Freistoß segelte in den Strafraum, Tesche war zur Stelle und erhöhte auf 2:0 (36.). Wieder schlug die Standardschwäche der Zebras zu. Dementsprechend ging es mit Pfiffen für die MSV-Spieler in die Halbzeitpause.

Ziegner reagierte in der Pause, nahm gleich drei Wechsel vor und erhoffte sich einen frischen Impuls. Und der Plan ging sofort auf: Stoppelkamp hatte das Auge, sah, dass Osnabrücks Keeper zu weit vor dem Tor stand und lupfte den Ball aus 20 Metern zum 1:2 in die Maschen (49.). Es war nun zu merken, dass der Treffer dem MSV gut tat. Doch die großen Chancen blieben aus. In der 80. Minute hatte Engelhardt die Entscheidung auf den Fuß, haute den Ball aus sechs Metern aber klar über das Tor. Im Gegenzug klärte Gyamfi den Ball rechtzeitig vor dem einschussbereiten Bouhaddouz (82.). Die Meidericher blieben gefährlich, Bouhaddouz scheiterte zunächst, der Nachschuss von Michelbrink wurde ebenfalls von Kühn pariert (86.). Durch die Pleite rutscht Duisburg auf Platz 12 ab. Der VfL hingegen rückt nach dem fünften Sieg in Folge auf Rang 8 vor und verkürzt den Rückstand auf den Relegationsplatz auf fünf Zähler. Für den MSV geht es am Sonntag in einer Woche zum Derby nach Essen, Osnabrück spielt zu Hause gegen Aue. 

Verl 2:0 Saarbrücken: Herber Dämpfer für den FCS

Die erste dicke Chance hatten die Verler. Doch das nötige Glück fehlte, ein Schuss von Grodowski landete am Pfosten. Die Saarländer hingegen taten sich zu Beginn schwer, kamen noch nicht zu wirklich nennenswerten Szenen. Doch mitten in der besten Phase der Gäste war es Sessa, der sein Team nach 20 Minuten in Führung brachte. Die FCS-Defensive war zu weit aufgerückt, so reichte ein langer Ball aus der eigenen Hälfte, um den Stürmer in Szene zu setzen, der vor Batz cool blieb und das 1:0 erzielte. Nach einer halben Stunde schnupperten die Saarbrücker am Ausgleich. Doch Verl-Schlussmann Thiede konnte einen Kopfball von Uaferro parieren. Vier Minuten später war der Schlussmann auch gegen Günther-Schmidt zur Stelle (34.).

Die auswärtsstarken Saarbrücker kamen schwungvoll aus der Kabine, wollte den Ausgleich erzielen, waren in den entscheidenden Situationen aber weiterhin zu ungenau und konnten die Verler nicht in ganz große Gefahr bringen. Besser machten es die Ostwestfalen, die wieder in einer guten Phase der Gäste zuschlugen. Sessa dribbelte sich durch den Strafraum der Gäste, schob am Ende den Ball zum zweiten Pfosten durch die Beine von Batz Richtung Otto, der aus zehn Zentimetern nur noch ins leere Tor einschieben musste (71.). Nach 78 Minuten kam der FCS durch, Kerber hatte nach einer Scheu-Flanke die Chance, schoss aber drüber. Der FCS könnte durch die Niederlage den dritten Platz verlieren, Verl klettert auf Platz elf, liegt acht Zähler vor einem Abstiegsplatz. Verl spielt am Montag in einer Woche in Mannheim, Saarbrücken empfängt Tabellenführer Elversberg. 

Bayreuth 1:0 Ingolstadt: Nächster Rückschlag für den FCI

Schon früh im Spiel kamen die Hausherren zur ersten guten Chance, als Latteier einen zu kurzen Klärungsversuch direkt nahm. Der Ball wurde von Schwarz noch per Hacke abgefälscht und verpasste sein Ziel ganz knapp (7.). Nach rund einer Viertelstunde meldeten sich auch die Schanzer in der Offensive an, Dittgens Schuss konnte SpVgg-Schlussmann Kolbe aber parieren (14.). Besser machte es Ziereis nach 17 Minuten. Der Stürmer vollendete eine George-Flanke und damit einen Konter des Aufsteigers zum 1:0. Von den Ingolstädtern kam indes sehr wenig, Bayreuth stand gut und wartete auf Fehler und Konter. Nach 42 Minuten wäre es fast das zweite Mal aufgegangen, ein Kopfball von Ziereis ging knapp am Tor vorbei.

Auch nach dem Seitenwechsel wurde der Aufstiegsfavorit nicht gefährlich, hatte stattdessen Glück, dass Moos nach einer Lippert-Ecke knapp am FCI-Gehäuse vorbei köpfte (72.). Noch mehr Brisanz und Spannung kam in die Partie, als der gut spielende Zejnullahu mit Gelb-Rot vom Platz musste (83.). Nur wenige Augenblicke später hätte sich die Überzahl fast bezahlt gemacht, Doumbouya verzog nur knapp (84.). Mit der letzten Szene der Partie hatten die Gäste nochmals die Chance zum Ausgleich, doch auch Musliu scheiterte an Kolbe (90.+4). Bayreuth kletterte durch den zweiten Heimsieg in Folge auf Rang 17, ist nur noch aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf einem Abstiegsrang. Ingolstadt hingegen ist nach der dritten Pleite in Serie Siebter und fünf Punkte hinter dem Relegationsrang. Während Bayreuth am Freitag in Freiburg gastiert, empfängt der FCI die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund.

Aue 0:0 Freiburg II: Wenig Spektakel im Erzgebirge

Die Talente-Truppe aus dem Breisgau hatte zunächst mehr Ballbesitz, wusste damit jedoch wenig anzufangen. Gleiches galt auch für die Hausherren, wenn sie das Kommando hatten. Dementsprechend wenig passierte auf dem Rasen. Zwei Mal stand Atubolu im Mittelpunkt, beide Male bekam der Freiburger Keeper die Szenen jedoch geklärt (11./14.). Erstmals gefährlicher wurde es im Strafraum der Hausherren. Makengos Flanke landete bei Vermeij, der den Ball aber über das Gehäuse von Männel setzte. Die beste Szene für die Mannen aus dem Erzgebirge ergab sich nach 39 Minuten, als ein Schuss von Majetschak geblockt wurde. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff kam Röhl doppelt zum Schuss, erst war Männel zur Stelle, dann ein Auer Bein. 

Auch im zweiten Durchgang dauerte es, ehe den Zuschauern etwas Offensivgefahr geboten wurde. Jonjic setzte sich stark im Zweikampf durch, seine Hereingabe erreichte Sijaric, doch der brachte den Ball nur neben, nicht auf das Tor. Nach 84 Minuten musste Burger per Grätsche gegen Breunig klären, dessen Versuch sonst vielversprechend auf den Kasten der Hausherren geflogen wäre. Kurz darauf verfehlte ein Hoti-Kopfball das Auer Tor. So blieb es beim torlosen Remis, das für Aue – nun seit vier Spielen unbesiegt – Platz 14 und zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz bedeutet. Freiburg bleibt Vierter und ist weiterhin punktgleich mit Rang drei. Aue ist am Samstag in Osnabrück an der Bremer Brücke aktiv, Freiburg II empfängt Bayreuth. 

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