FSV Zwickau in Berlin gefordert, "jetzt eine Reaktion zu zeigen"

Noch im Januar sah es so aus, als würde der FSV Zwickau in einen entspannten Saisonendspurt gehen. Der Vorsprung der Sachsen auf einen Abstiegsplatz war groß genug, um nicht noch einmal in den Abstiegskampf involviert zu werden. Doch nach nur drei Punkten aus den vergangenen sechs Partien stehen die Schwäne am Mittwoch (19 Uhr) im Nachholspiel bei Viktoria Berlin unter Druck.

"Nicht so viel quatschen, sondern einfach machen!"

Fünf Punkte liegt der FSV vor dem ersten Abstiegsplatz, hat zudem noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand. Prekär ist die Lage bei den Westsachsen also noch nicht. Dennoch nutzte Sportdirektor Toni Wachsmuth die Zeit vor dem Krisenduell gegen die Viktoria (seit neun Partien sieglos), um die Profis verbal wachzurütteln. Denn die Entwicklung zuletzt gefiel ihm gar nicht: "Ich habe den Eindruck, nicht jeder ist zu 100 Prozent bei der Sache. Dass wir noch dort stehen, wo wir stehen, liegt nicht an uns, sondern einzig und allein daran, dass die Mannschaften hinter uns teilweise genauso geschwächelt haben und unsere Ausrutscher nicht genutzt haben", sagte der 35-Jährige bei "Tag24".

Was den Kaderplaner noch nervt: Schon vor fünf Wochen hatte er sich an die Mannschaft gewandt "und betont, dass die entscheidenden Wochen bevorstehen, wo sich der Weg gabelt, hin zu einer guten Saison oder Zittern bis zum letzten Spieltag". Der Appell schien nicht angekommen zu sein. Doch das Team möchte und muss nun eine Reaktion zeigen und beweisen, dass der Ernst der Lage erkannt wurde: "Das wird ein ekliges Kampfspiel. Für beide Mannschaften geht es um wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Aber wir sollten im Vorfeld nicht so viel quatschen, sondern einfach machen!", sagte Verteidiger Davy Frick zur "Bild". Der 31-Jährige kehrt nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre in den Kader zurück. "Wir brauchen in Zwickau wahrscheinlich erst diesen Druck, um wieder in die Spur zu finden. Ich bin überzeugt, dass uns die Wende gelingt", sagte Sturm-Oldie Ronny König.

Drei Duelle gegen die Konkurrenz

Doch noch können die Zwickauer die Weichen für ein ruhigeres Saisonende stellen: Nach dem Duell gegen die Berliner geht es zum MSV Duisburg und den SC Verl. Bei Siegen gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf kann der Abstand auf die rote Zone deutlich vergrößert werden: "Jeder ist gefordert, jetzt eine Reaktion zu zeigen. Ich erwarte, dass wir wieder mit mehr Vehemenz das eigene Tor verteidigen und zeigen, dass wir es dem Gegner schwer machen. Die letzten Tore fielen zu simpel. Auch bei Standards waren wir schon einmal weiter. Wir müssen fokussierter sein und nicht ängstlich", so Wachsmuth.

   

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