Frust in Großaspach: "Tut ungemein weh"

Mit 0:4 kam die SG Sonnenhof Großaspach am Samstag beim Halleschen FC unter die Räder. Während die Ziegner-Elf den Sieg feierte, trafen die Großaspacher ein deutliches Urteil über die Niederlage.

Slapstick-Eigentor als Anfang vom Ende

"Ich hatte mir das hier heute alles ein wenig anders vorgestellt", eröffnete Aspach-Trainer Oliver Zapel die Pressekonferenz nach der Partie: "Aber ich glaube, da bin ich nicht der einzige." Nein, auch seine Mannschaft wird ein anderes Ergebnis im Sinn gehabt haben, bevor die Partie gegen den in der laufenden Saison stark aufspielenden HFC begann. Zumindest hatte man sich eingehend mit dem Gegner beschäftigt: "Wir haben uns sehr, sehr detailliert auf dieses Spiel vorbereitet. Wir haben extrem viel investiert unter der Woche."

Doch es dauerte nur symbolträchtige 13 Minuten, bis dem Dorfklub ein Missgeschick unterlief: Terrence Boyd bekam den Ball im Sechzehner und versuchte ihn irgendwie in Richtung Tor zu drücken. Dort traf die Kugel das Knie von Defensivmann Gehring, der zu allem Überfluss auch noch Tormann Reule bei dessen Abwehrversuch behinderte. Das Leder hoppelte ins Netz – und Boyd freute sich über den Treffer.

"Ein Virus"

Doch während die Aktion auf der einen Seite für Gelächter sorgte, ärgerte man sich in Großaspach natürlich maßlos über das Eigentor: "Dann beginnt das Spiel mit einem Slapstick sondergleichen, der es garantiert auch in die Top 10 schaffen wird", machte Oliver Zapel seinem Frust nach der Partie Luft: "Wir können darüber leider gar nicht mehr lachen. So was tut ungemein weh, vor allen Dingen wenn man feststellt, dass sich von dem Zeitpunkt an so ein Virus breit macht, der nur noch nach Verunsicherung riecht."

Diese Verunsicherung machte es dem HFC dann merklich einfacher, die Gäste zu knacken: Boyd (38.), Göbel (66.) und Nietfeld (86.) schraubten das Ergebnis in die Höhe und schickten Großaspach mit 4:0 nach Hause: "Ich kann das gerade noch gar nicht realisieren, was passiert ist", sagte Julian Leist gegenüber der "Telekom" nach der Partie: "Das Ergebnis sitzt gerade tief. Wir wussten, was uns erwartet – aber wo der Anpfiff ertönt, haben wir nichts mehr auf den Platz bekommen." Nach der Niederlage steht Großaspach auf dem 16. Tabellenplatz – und damit gefährlich nah an der Abstiegszone.

   
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