Franz in der Coronafalle: Training und Scouting unmöglich

Auch knapp zwei Wochen nach dem letzten Drittliga-Spiel zwischen Rostock und Braunschweig ist noch keine Rückkehr in den normalen Alltag in Sicht. Während die Spieler vom 1. FC Magdeburg eigentlich schon auf ein Training in kleinen Gruppen zum Monatsende gehofft hatten, rechnet Sportchef Maik Franz nicht mit einer baldigen Aufnahme des Betriebs.

Kein Kleingruppen-Training

Die Hoffnung war da, dass man schon am Ende dieser Woche wieder gemeinsam auf dem Platz stehen könnte. Nicht in voller Mannschaftsstärke vielleicht, aber zumindest in Teilen. Das hatte FCM-Kapitän Christian Beck sich am letzten Freitag noch gewünscht: "Ich hoffe, dass wir am 30. März zumindest in kleinen Gruppen auf den Rasen können."

Seitdem wurde die Kontaktsperre erhoben, die noch bis zum 5. April andauern wird. Eine Rückkehr auf den Trainingsplatz ist somit unmöglich, was auch Sportchef Maik Franz gegenüber der "Volksstimme" bestätigt: "Wir werden dann starten, wenn es wieder erlaubt ist." Wann das sein wird, kann der 38-Jährige genauso wenig nicht absehen, wie sämtliche Vertreter anderer Profi-Klubs in ganz Deutschland. Zumal in Sachsen-Anhalt derzeit sämtliche Sportplätze bis Ende April gesperrt sein.

Franz über Fortsetzung und Kaderplanung

Deshalb will Franz jetzt "von Woche zu Woche" schauen, wie sich die Situation verändert. Klar ist für den Sportchef, dass es eine schwierige Situation wird – vorausgesetzt, es geht überhaupt weiter. "Das ist eine für alle unbekannte Situation", ist die Handhabe der veränderten Gegebenheiten nicht nur für Franz eine Herausforderung. Erst recht, wenn die Saison dann in engerer Taktung zu Ende gespielt werden muss: "Das haben wir im Blick, darauf müssen wir uns mental und körperlich vorbereiten. Schließlich erwarten uns dann alle zwei bis drei Tage Spiele."

Im Blick muss Franz derzeit auch die Kaderplanung haben. Elf Verträge laufen bei den Magdeburgern aus, während sich das Scouting von potentiellen Neuzugängen auf der anderen Seite schwierig gestaltet. Gespräche kann der 38-Jährige kaum führen. "Das Szenario ist bis zu einem gewissen Punkt zwar so ähnlich wie in den vergangenen Jahren, als wir auch zweigleisig geplant haben", vergleicht Franz die Ungewissheit mit den Auf- und Abstiegsjahren und versichert, dass die Magdeburger Scouts vor der Coronakrise fleißig waren. Momentan sei das nicht mehr möglich: "Da haben wir jetzt nur die Möglichkeit, uns per Telefon oder Video-Konferenz auszutauschen." Eine herausfordernde Situation, zumal der FCM auch in diesem Jahr zwangsläufig wieder zweigleisig planen muss.

   
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