Fortuna Köln: Koschinat bemängelt und lobt

Mit dem 0:2 gegen Meppen hat Fortuna Köln seine Aufstiegschancen endgültig verspielt, dabei zeigten die Südstädter ein gutes Fußballspiel und hätten bei einer besseren Chancenverwertung durchaus auch punkten können. In der Brust von Trainer Uwe Koschinat schlugen nach dem Spiel daher gleich zwei Herzen.

Fehler in der Defensive

Die kürzeste und prägnanteste Spielzusammenfassung nach dem 0:2 gegen Meppen kam wohl von Fortunas Innenverteidiger Nico Brandenburger: "Wir haben zu viele Fehler hinten gemacht, zu viele Torchancen vorne ausgelassen und deswegen verlieren wir hier", benannte der 23-Jährige gegenüber "FortunaTV" die Gründe für die Niederlage gegen den SVM, der die Unzulänglichkeiten der Fortunen-Defensive durch Benjamin Girth (27.) und Luka Tankulic (82.) aber auch optimal ausgenutzt hatte. Uwe Koschinat sprach auf der Pressekonferenz nach der Begegnung gar von "Slapstick-Einlagen" seines Teams vor den Gegentoren und "Scorerpunkten", die man an den Gegner geliefert habe. Zudem bemängelte der 46-Jährige die schwache Chancenverwertung seines Teams, die dem gegnerischen Torwart Erik Domaschke einen halbwegs ruhigen Nachmittag bescherte: "Wir waren völlig unfähig überhaupt mal das Tor zu treffen und haben entweder einen angeschossen oder schlecht gezielt."

Koschinat sieht "herausragende Spielanlage" seiner Fortuna

Doch Koschinat sah auch einige gute Aktionen seines Teams und sprach daher von "zwei Herzen", die nach dem Spiel in seiner Brust schlagen würden, denn er habe bisher selten "eine dermaßen herausragende Spielanlage der Fortuna bei eigenem Ballbeseitz gesehen." Selbst wenn Meppen mit allen Spielern geordnet hinter dem Ball gestanden habe, sei es seinem Team gelungen, immer wieder gute Durchbrüche hinzubekommen. "Wie wir zum Teil in der Struktur Fußball gespielt haben, wie wir den Gegner bewegt haben, das war für mich hervorragend", freute sich Koschinat und wird in der restlichen Saison nun wohl nochmal am Torschuss und am Defensivverhalten feilen müssen. Denn eins war für ihn trotz des guten Spiels ebenfalls klar: "Wir werden nicht mehr allzu viele Punkte hinzuaddieren können, wenn wir den Gegner weiterhin so einladen, zu Toren zu kommen.“ Die Chance auf den Aufstieg dürfte allerdings sowieso bereits vertan sein, schließlich beträgt der Rückstand auf den Relegationsrang sechs Spiele vor dem Saisonende mittlerweile neun Punkte.

   
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