FCS will Sieglos-Serie beenden: "Endlich wieder zu Null spielen"

Nach dem furiosen Saisonstart endete das Jahr wenig glanzvoll für den 1. FC Saarbrücken. Seit sechs Spielen wartet der Aufsteiger auf einen Sieg, der zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte im Emsland errungen werden soll. Cheftrainer Lukas Kwasniok kümmert sich schon früh im Jahr um die Belastung seines Teams, denn viele Ausfälle kann der Kader nicht mehr verkraften.

Vier Feldspieler fehlen

Im Juni 1995 trat der 1. FC Saarbrücken zuletzt im Emsland an und holte sich beim SV Meppen eine 1:5-Packung ab, damals noch in der 2. Bundesliga. Insgesamt spricht die Bilanz in 13 Partien jedoch für die Saarländer, die sieben Siege gegen Meppen feierten und den nächsten Erfolg schon am kommenden Samstag anpeilen. Einfach wird das nicht, wie FCS-Cheftrainer Lukas Kwasniok prophezeite: "Es ist eine Mannschaft, die weiß, wie 3. Liga geht. Sie sind robust, kompakt und haben auch die Ruhe auf Fehler des Gegners zu warten."

Zumal die Personaldecke beim FCS dünn ist. Kurzfristig werden Sebastian Bösel (Muskelfaserriss), Fanol Perdedaj (Wadenprobleme) und Marin Sverko (Zerrung) im Emsland fehlen, auch Maurice Deville ist nach seinem Muskelfaserriss noch nicht bereit für einen Kaderplatz. Kwasniok muss sich etwas einfallen lassen, sah der Aufgabe aber entspannt entgegen: "Wir haben genügend Alternativen, um die Ausfälle kompensieren zu können. Es sind bei Fanol und Marin ja auch keine langfristigen Sachen." Ein 18-köpfiger Kader wird somit nach Meppen reisen, zu dem auch Neuzugang Julian Günther-Schmidt zählen wird.

"Primäres Ziel"

"Ich habe mit Fortuna Köln 20 Spiele absolviert, stehe also voll im Saft", kündigte der Winter-Neuling an, der von seinem Team gut aufgenommen wurde. Ein halbes Jahr nach seinem Abstieg mit Carl Zeiss Jena ist der Stürmer somit zurück in der Spielklasse, in der er bislang in jedem vierten Spiel traf (65 Einsätze, 16 Tore). Eine Erfahrung, die U19-Kapitän Luca Kerber zwar noch nicht hat – aber sich dafür mit seinem Talent für einen Kaderplatz empfehlen konnte. "Der Junge hat richtig Spaß gemacht. Er ist absolut klar im Kopf, lernt gerne dazu und ist eine Bereicherung", versprach Kwasniok und sah in der Nominierung auch "ein Zeichen für junge Spieler, dass sie sich empfehlen können".

Unabhängig vom Personal wird die Marschroute in Meppen sein: "Primäres Ziel muss es sein, dass wir endlich mal wieder zu Null spielen." Das gelang zuletzt Mitte November, seither gab es keinen Sieg mehr für den FCS. Gleichzeitig will Kwasniok seine Mannschaft auch nicht überbelasten, um das Lazarett nicht zu füllen. Deshalb bleiben die Saarländer nach der Partie sogar bis Montag im Emsland, anschließend geht es direkt weiter zum Nachholspiel nach Magdeburg (Dienstag, 19 Uhr). "Es ist einfach sinnvoll, um die Belastung der Reisestrapazen möglichst gering zu halten", so der Coach in Hinblick auf die strapazierenden Wochen, die anstehen.

 
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